Kunsthalle profitiert erneut vom Baloise-Preis

Die Diaprojektion "Whiteout" des Belgiers Geert Goiris wird von heute an gezeigt

Hamburg. Das Eis verwischt die Kontraste, Boden und Himmel verschwimmen, es gibt keine Schatten, keine Konturen, nichts, woran man sich orientieren könnte. "Whiteout" heißt dieses meteorologische Phänomen, das der belgische Künstler Geert Goiris bei Aufenthalten in der Arktis erlebt hat.

"Whiteout" ist auch der Titel seiner mehrteiligen Diaprojektion, für die Goiris Aufnahmen der arktischen Landschaft mit Bildern von Alltagsgegenständen, Schiffen und Containern in einem Werk vereint, das die herbe Poesie der grandiosen Landschaft ebenso thematisiert wie den Alltag jener Menschen, die als Polarforscher dort leben und arbeiten. Im vergangenen Jahr hat Geert Goiris für "Whiteout" den Baloise-Kunstpreis erhalten, gestern übergab er seine Arbeit der Hamburger Kunsthalle.

Mit ihrem Kunstpreis zeichnet die Baseler Versicherungsgruppe jeweils zwei vielversprechende, aber noch nicht arrivierte junge Künstler aus, die auf der Baseler Kunstmesse Art vertreten sind. Eine hochkarätig besetzte Jury wählt sie für den mit je 30 000 Franken dotierten Preis aus. Darüber hinaus erwirbt Baloise Kunstwerke der beiden Preisträger und macht sie je einem europäischen Kunstmuseum zum Geschenk. Die Hamburger Kunsthalle hat schon häufig vom Baloise-Kunstpreis profitiert. So kam zum Beispiel "Journey to the Edge of the World - The New Republic of St. Kilda" von dem in Glasgow geborenen Künstler Ross Sinclair 2002 nach Hamburg, eine Installation, die zu den interessantesten Werken der Galerie der Gegenwart zählt.

Goiris' Diaprojektion "Whiteout" ist von heute an in der Galerie der Gegenwart zu sehen. Die Kunsthalle nimmt die aktuelle Schenkung zum Anlass für eine Ausstellung, in der sie Werke des 1971 geborenen, in Antwerpen lebenden Künstlers präsentiert.