Niedersachsen

Misshandeltes Baby – Vater wegen Totschlags angeklagt

Der 25-Jährige soll seinen Sohn erschlagen haben. Zunächst hatte er behauptet, das Baby sei von einem Hund gebissen worden.

Osnabrück. Nach dem Tod eines Neugeborenen in Osnabrück hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Totschlags gegen den Vater erhoben. Der 25-Jährige soll im Mai seinen vier Tage alten Sohn erschlagen haben, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte. Der Fall hatte auch deshalb für Aufsehen gesorgt, weil der Vater zunächst behauptet hatte, ein Hund habe das Kind gebissen und schwer verletzt. Untersuchungen hatten aber gezeigt, dass die Verletzungen nicht von einem Tier stammten. Der Vater gab daraufhin zu, mehrfach gegen den Kopf des Kindes geschlagen zu haben, weil er mit der Situation überfordert gewesen sei. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft behauptet er inzwischen, dass er das nach einem Sturz bewusstlose Baby durch die Schläge habe reanimieren wollen.