Trotz des Regens: Gute Stimmung beim Elbfest

Der historische Raddampfer "Kaiser Wilhelm" fährt beim 2. Elbfest vor der Kulisse der Hafencity vor weiteren historischen Schiffen über die Elbe.

Der historische Raddampfer "Kaiser Wilhelm" fährt beim 2. Elbfest vor der Kulisse der Hafencity vor weiteren historischen Schiffen über die Elbe.

Foto: dpa

Was in der Stadt passiert: Eine Person bei Brand in Industriegebiet verletzt. Hier heirateten die meisten Schwulen und Lesben.

Aktuelle und lokale Nachrichten aus dem Rathaus, wichtige Einsätze von Polizei und Feuerwehr, Neues von Hanseaten und Prominenten, Kurioses aus der Stadt – hier in den Hamburg-News.

Unfall auf der Wandsbeker Chaussee

Ein Unfall unter Alkoholeinfluss ereignete sich am Sonnabendabend auf der Wandsbeker Chaussee. Ein angetrunkener Mann raste mit seinem Wagen gegen ein Verkehrsschild. Das Auto überschlug sich und landete wieder auf den den Rädern. Der Fahrer kam nach Auskunft des Lagedienstes der Polizei leicht verletzt ins Krankenhaus. Die Straße war stadtauswärts zeitweise gesperrt.

Gute Stimmung beim zweiten Elbfest

Das kühl-nasse Wetter hat den Auftakt des zweiten Elbfestes Hamburg mit zahlreichen historischen Traditionsschiffen laut Veranstalter nicht trüben können. „Die Stimmung ist trotzdem gut, viele Schiffe sind ausgebucht“, sagte Ursula Wöst vom Organisationsteam am Samstag.

Höhepunkt des zweiten Elbfestes ist am Sonntag die Traditionsschiffsparade mit rund 50 Schiffen – darunter der Raddampfer Kaiser Wilhelm sowie zahlreiche Dampfschiffe, Ewer, Segel- und Motorschiffe. Angeführt wird die Parade vom Eisbrecher „Stettin“. Die nach Angaben der Veranstalter größte Traditionsschiff-Flotte Europas startet um 15.00 Uhr zwischen der Spitze des Hansahöfts und der Elbphilharmonie und fährt an den Landungsbrücken vorbei in Richtung Blankenese.

Die Veranstalter haben ein facettenreiches Programm auf beiden Elbseiten zusammengestellt. Bei der Premiere 2016 lockte das Elbfest rund 50 000 Besucher nach Hamburg. Es findet alle zwei Jahre im Wechsel mit den Cruise Days statt.

Eine Person bei Brand in Industriegebiet verletzt

Bei einem Feuer in einem Gebäude in Rothenburgsort wurde ein Anwohner verletzt. Er kam mit einer Rauchgasinhalation ins Krankenhaus, wie die Feuerwehr mitteilte. Demnach war gegen 13.10 Uhr in einer Zwischendecke eines zweigeschossigen Gebäudes im Ausschläger Billdeich ein Feuer ausgebrochen. Wegen der starken Verqualmung musste das Gebäude umfangreich belüftet werden.

Feuer auf Balkon droht auf Mehrfamilienhaus überzugreifen

Auf dem Balkon im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Tondernstraße (Dulsberg) ist am Sonnabendmittag aus noch bisher ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Als der Notruf um 12.36 Uhr einging, war noch unklar, ob sich die Mieter in der Wohnung befinden. Deshalb gab es 2. Alarm mit "Menschenleben in Gefahr". "Es wurden noch zwei Mieter in der Wohnung vermutet", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Deshalb wurden auch zwei Rettungswagen zum Einsatzort geschickt.

Es wurde jedoch niemand angetroffen. Der Feuerwehr gelang es, den Brand zu löschen, ohne dass die Flammen auf die Wohnungen im ersten und zweiten Stock übergreifen konnten. Jedoch zerbarsten die Fensterscheiben durch die Hitze und der Rauch zog in die umliegenden Wohnungen. "Verletzt wurde niemand", so ein Feuerwehrsprecher. Die Nachlöscharbeiten dauerten laut Feuerwehr längere Zeit. Eingesetzt waren 41 Einsatzkräfte. Um 13.50 Uhr war der Einsatz beendet.

Frontalzusammenstoß mit Baum: 26-Jähriger schwer verletzt

Ein 26 Jahre alter Autofahrer ist bei einem Verkehrsunfall in Norderstedt (Kreis Segeberg) in der Nacht zum Sonnabend schwer verletzt worden. Der Mann sei mit seinem Auto aus Hamburg kommend in Richtung Norderstedt gefahren und aufgrund von Übermüdung von der Fahrbahn abgekommen, teilte ein Polizeisprecher mit. Das Fahrzeug des 26-Jährigen prallte daraufhin frontal gegen einen Baum an der Person im Bereich Ohechaussee und wurde auf die Seite geschleudert. Rettungskräfte mussten den Mann aus seinem Fahrzeug befreien und brachten ihn mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Der Ort der Einsatzstelle war nach Angaben der Feuerwehr Hamburg zunächst unklar. Deshalb blieben die Einsatzkräfte bis zur Klärung der genauen Adresse in Bereitstellung an der A7-Anschlussstelle Schnelsen. "Von der Polizei kam gegen 3.43 Uhr der genaue Einsatzort, dieser lag circa 600 Meter hinter der Hamburger Landesgrenze", teilte die Feuerwehr am Sonnabend mit. Da die Hamburger Einsatzkräfte bereits nahe am Unfallort waren, übernahmen sie den Einsatz.

Fast 900 schwule und lesbische Paare haben geheiratet

Seit Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare vor knapp einem Jahr haben sich genau 896 gleichgeschlechtliche Paare in Hamburg trauen lassen. Rund 58 Prozent waren Männer. Mehr als zwei Drittel der Paare haben sich ihre eingetragene Partnerschaft in eine Ehe umwandeln lassen. Damit wurden 15 Prozent aller Ehen von homosexuellen Paaren geschlossen. Die meisten gleichgeschlechtlichen Ehen gab es im Bezirk Eimsbüttel (243), die wenigsten im Bezirk Wandsbek (34).

In der Landeshauptstadt Kiel wurden 116 gleichgeschlechtliche Paare getraut. 49 Paare waren männlich (42 Prozent), 67 weiblich. Insgesamt wurde in Kiel jede zehnte Ehe von homosexuellen Paaren geschlossen. Weibliche Paare adoptierten in dem Jahr neun Kinder. Die wenigsten Ja-Worte von Männer- und Frauenpaaren in einer Landeshauptstadt gab es in Schwerin (29). Bundesweit haben sich seit dem 1. Oktober 2017 mindestens 7000 Männer- und Frauenpaare das Ja-Wort gegeben, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes bei den Standesämtern der Landeshauptstädte und weiteren großen Städten in Deutschland ergibt.

Freibäder erleben besten Sommer seit 14 Jahren

Die Freibäder in Hamburg freuen sich über die höchsten Besucherzahlen seit mehr als einem Jahrzehnt. „Das war der beste Sommer seit 14 Jahren“, sagte Bäderland-Sprecher Michael Dietel. „In unseren reinen Sommerfreibädern, die nicht an ein Hallenbad angrenzen, hatten wir 243.000 Besucher.“ Im Vergleich zum Vorjahr hieß das in etwa eine Verdreifachung der Besucherzahlen. Diese hätten sich außerdem gut verteilt, da es in diesem Sommer so viele gute Tage gab, wie schon lange nicht mehr. Der 7. August war in den städtischen Freibädern der Spitzenreiter, wie Dietel weiter berichtete. Rund 35.000 Badelustige hätten an diesem Tag die Sonne genossen.

Die Hitze wirkte sich auch auf die Öffnungszeiten der Bäder aus. Anders als geplant, schlossen die Freibäder nicht Ende August, sondern blieben bis zum 9. September geöffnet. Im Kaifu-Bad konnten die Badegäste sogar von Dienstag bis zu diesem Freitag noch einmal planschen. „Das ist Hamburgs kultigstes Freibad. Es liegt zentral, und man kann notfalls auch nach innen ausweichen“, so Dietel weiter.

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