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Die Horror-Fortsetzung gruselt nicht

„Sinister“ ließ uns 2012 gehörig schaudern. Auch wenn wir nie verstanden haben, warum Ethan Hawke als Schriftsteller Ellison Oswalt seine Familie ausgerechnet in einem einsamen Haus, in dem einst ein Mord stattgefunden hatte, in Gefahr brachte, war es doch ein gruseliger Spaß, wie das Böse Besitz von dieser unschuldigen Familie nahm.

„Sinister 2“ gruselt uns leider nicht. Denn das Böse ist in der Fortsetzung des Überraschungserfolg mittlerweile auch in die Zivilwelt eingekehrt. Es ist der böse Ehemann Clint (Lea Coco), der Courtney (Shannyn Sossamon) mit ihren Zwillingssöhnen Dylan und Zach in ein verfluchtes Haus in Illinois als Versteck treibt. Es sind furchteinflößende Polizisten, mit deren Hilfe sich Clint das Sorgerecht für seine Söhne erstreiten will. Und es ist der ältere Zwilling Zach, der den zarten Dylan terrorisiert, weil nur der die Geisterkinder sehen kann, die ihn des Nachts in den Keller locken.

Die Fortsetzung verheddert sich in Verweisen, Vorgeschichten und kurzen Schockmomenten, die aber mit derart lautem Trapsen durch den Keller kommen, dass sie keinen mehr überraschen.

„Sinister 2“ USA 2015, 97 Min., ab 16 J.,
R: Ciaran Foy, D: Robert Sloan, James Ransone, täglich im Cinemaxx Dammtor/Harburg/Wandsbek, UCI Mundsburg/Othmarschen Park/Wandsbek;
www.sinister2.de