Niedersachsen

Drogen für Goa-Party in Gulaschsuppe versteckt

Ein Drogenhund ließ sich in Ludwigslust vom Gulaschduft nicht ablenken und spürte Portionstüten mit Ecstasy-Pillen in der Suppe auf.

Ludwigslust. Drogen in der Suppe: Ein Pärchen aus Niedersachsen hat offenbar versucht, auf eine Goa-Party in Ludwigslust (Landkreis Ludwigslust-Parchim) Drogen zu schmuggeln.

Sie waren in Frischhaltedosen mit Gulaschsuppe versteckt. Doch ein Drogenhund der örtlichen Polizei ließ sich vom Duft des Gulaschs nicht ablenken und schlug an den zwei Rucksäcken des Pärchens mit den Frischhaltedosen an.

Wie ein Sprecher der Ludwigsluster Polizei am Freitag sagte, schwammen gut eingewickelte 43 Portionstüten Amphetamine und 23 Ecstasy-Tabletten in der Suppe.

Was ist eine Goa-Party?

Goa ist eine Region an der Westküste Vorderindiens. Das Gebiet spielte in den 60er Jahren eine tragende Rolle, als sich dort in den Wintermonaten zahlreiche Hippie-Anhänger zusammenfanden, um Partys zu feiern und sich gemeinsam auf die Suche nach spiritueller Erfahrung und Sinnfindung zu machen.

So wird die Goa-Szene in der Zeitrschrift „Kriminalpolizei“ der Gewerkschaft der Polizei erklärt: Kennzeichnend für die Goa-Szene sowohl damals als auch heute ist das Zusammengehörigkeitsgefühl der Szene, das einhergeht mit dem Feiern von Festen sowie dem Konsum von Drogen. Die heutige Goa-Szene lehnt sich weitestgehend an die Philosophie der Hippie-Bewegung an. Lediglich die Musikrichtung hat sich geändert. Auf heutigen Goa-Parties ist Trance-Musik vorherrschend; eine Variante des sich in den 90er Jahren entwickelten Technos. Ein von den Partygängern angestrebtes Ziel ist die Belebung ihrer Sinne. Dies soll sowohl mit Hilfe von Musik unterstützt durch optische Reize wie fluoreszierende Kleidung und ultraviolette Lichtspiele als auch mit Hilfe des Konsums von Betäubungsmitteln geschehen. Als bevorzugte Betäubungsmittel spielen hier insbesondere halluzinogene Drogen wie LSD, Psilocybin-Pilze und Cannabisprodukte eine Rolle, aber auch Ecstasy und Amphetamine werden von einigen Szenemitgliedern konsumiert. (dpa/ced)

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