Niedersachsen/Bremen

Drei Menschen sterben Pfingsten bei Badeunfällen

Am Montag ertrank in Niedersachsen ein Mann. Pfingstsonntag kamen ein Achtjähriger und ein Rentner in Bremen beim Schwimmen ums Leben.

Bad Bentheim/Bremen.  Die Badesaison hat im Norden noch nicht wirklich begonnen, da melden Polizei und Lebensretter bereits die ersten Badetoten.

Bei einem Schwimmunfall in einem Baggers im niedersächsischen Bad Bentheim ist am Pfingstmontag ein 62 Jahre alter Mann ertrunken. Er habe mit Freunden gefeiert und sei vom Ufer in den See gelaufen, um zu schwimmen, sagte ein Sprecher der Polizei Osnabrück am Dienstagmorgen.sei ins Wasser gelaufen und kurze Zeit später untergegangen. Rettungskräfte suchten rund eine Stunde nach dem 62-Jährigen und konnten schließlich nur noch die Leiche bergen.

Bei Badeunfällen in Bremen ertranken am Pfingstsonntag ein achtjähriger Junge und ein Rentner . Der Achtjährige sei am Sonntagnachmittag während eines Familienausflugs mit seinen Eltern in einem See baden gegangen, sagte ein Polizeisprecher. Später sei er leblos im Wasser entdeckt worden. Und am Sonntagabend war ein 66-Jähriger in der Lesum, einem Nebenfluss der Weser, tödlich verunglückt.

2014 sind laut einer Statistik der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in deutschen Gewässern 392 Menschen ertrunken. Mehr als die Hälfte aller Todesfälle ereigneten sich in den Sommermonaten Juni, Juli und August. 197 Männer, Frauen und Kinder verloren ihr Leben in Küsten- und Binnengewässern. Die meisten Menschen ertranken 2014 in Bayern (79) und Baden-Württemberg (52). In Niedersachsen starben 47 Menschen im Wasser, 28 in Mecklenburg-Vorpommern. Schleswig-Holstein zählte 26 Ertrunkene.

Um Touristen und Badegäste zukünftig besser auf ihren Badeurlaub und die Gefahren vorzubereiten, startet die DLRG zum Beginn der Urlaubszeit eine Informationsoffensive mit einer speziellen DLRG App, flächendeckend an den Küsten verbreiteten Faltblättern und weiteren Hinweisen zum sicheren Badevergnügen.

Sicherheitstipps fürs Schwimmen in Bädern und offenen Gewässern sowei Hinweise auf Gefahren gibt es unter www.dlrg.de im Internet.

(ced/dpa)