Pinneberg

Ausstellung im Namen der Rose

Baumschulmuseum in Pinneberg widmet sich der Geschichte, Pflege und dem Anbau der Kulturpflanze

Pinneberg. Das Deutsche Baumschulmuseum in Pinneberg-Thesdorf erwacht mit einer neu konzipierten Sonderausstellung rund um die Rosenzucht aus dem Winterschlaf. „Auf Rosen gebettet“ heißt sie. Die Schau ist bis zum 31. Oktober an der Halstenbeker Straße 29 zu sehen und bietet Informationen, Vorträge, Führungen und Geschichten über die Kulturpflanze, die als die Königin der Blumen gilt.

Die Geschichte der Rosenzucht sei mehr als 3000 Jahre alt, sagt Heike Meyer-Schoppa vom Bund deutscher Baumschulen (BdB), die die Ausstellung konzipiert hat. Während die in der antiken Götterwelt verehrte Rose zu römischen Zeiten noch als Luxusgut gegolten habe, sei sie mittlerweile zu einem Massenprodukt geworden. Insofern könne es sich heute fast jeder leisten, sich auf Rosen zu betten, was früher zu kostspielig war.

Die Ausstellung nähert sich der Rosenzucht von Anbau über Pflege bis zu Versand und Handel. Bereichert wird sie durch Vorträge von ausgewiesenen Experten. So lädt der Freundeskreis des Rosengartens Pinneberg, der 2015 sein 80-jähriges Bestehen feiert, zu seiner Auftaktveranstaltung am 31. Mai in das Museum, kündigt Vereinschef Joachim-Ulrich Haß an. Die Ausstellung sei der richtige Weg, die Tradition der Rosenzucht im Kreis Pinneberg gebührend darzustellen. Dazu gehört das ebenso alte Uetersener Rosarium, das ohne die vielen Rosenzucht- und Baumschulbetriebe hier nicht denkbar wäre, sagt Gert Müller. Noch mehr Erfahrung hat die Firma Rosen-Kordes in Sparrieshoop, die seit 1887 Rosenzucht betreibt und heute mit 150 Angestellten vier Millionen Rosenpflanzen pro Jahr vertreibt. Züchtungsleiter Thomas Proll erklärt am 16. August, wie eine neue Rosensorte entsteht und dass dies bis zu zehn Jahre dauern kann.

Für Hobbygärtner dürfte der Vortrag von Hans-Heinrich Möller interessant sein. Er erläutert am 12. Juli, wie Rosen in Haus und Garten am besten gepflegt werden sollten.

Zudem widmet sich das Baumschulmuseum dem Problem der Baumschulwirtschaft, Bäume zu pflanzen, die dem Klimawandel trotzen können, kündigt BdB-Chef Frank Schoppa an. Das Baumschulmuseum lädt auch Schulklassen und Kindergärten zu den Umwelttagen ein, die vom 22. Juni bis 17. Juli laufen

Das Baumschulmuseum in Pinneberg ist dienstags von 16 bis 19 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.