Sportverbände müssen Trainer entlassen

200.000 Euro Fördermittel fehlen. Hamburger Sportbund soll Etat aufstocken

Den Hamburger Sportverbänden geht das Geld für den Leistungssport aus. Basketballer, Handballer und Volleyballer haben in diesem Jahr sogar schon Trainern kündigen müssen, weil eine Weiterbeschäftigung finanziell nicht zu verantworten sei, sagt die Volleyball-Verbandsvorsitzende Andrea Kleipoedszus.

Andere Verbände haben ihre Geschäftsführer entlassen oder deren Stundenzahl reduziert, um finanziell über die Runden zu kommen. Die Footballer haben trotz kontinuierlicher Erfolge in der Jugendarbeit in den vergangenen sechs Jahren Kürzungen von 40Prozent hinnehmen müssen.

Der Hintergrund: Seit 1998 verharren die Fördermittel für die 54 im Hamburger Sportbund (HSB) organisierten Fachverbände bei einer Million Euro im Jahr. Die Anzahl der Bundesstützpunkte wiederum ist in den vergangenen 16 Jahren in Hamburg von zwei auf sieben gestiegen. Die Fachverbände drohen Opfer ihrer guten konzeptionellen Arbeit im Leistungssport zu werden. Sie fordern deshalb in einer bislang von 30 Verbänden unterzeichneten Resolution an den HSB eine Aufstockung des Gesamtetats um 200.000 Euro.