Brütende Vögel: Nabu fordert Hausarrest für Katzen

Im Frühjahr begeben sich Hamburgs Katzen wieder gern auf Beutezug. Vor allem brütende Vögel fallen dem Jagdtrieb der Vierbeiner zum Opfer. Darüber hinaus verspeisen sie gern Mäuse, Molche und Frösche. Nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) werden in Hamburg jährlich rund drei Millionen Wildtiere zur Beute der 180.000 Hauskatzen und rund 20.000 streunenden Katzen.

Zu viel, finden die Umweltschützer und appellieren jetzt an die Hamburger Katzenbesitzer. Mindestens während der Brutzeit von Mitte April bis Mitte Juli sollten die Katzen im Haus bleiben, fordert der Nabu. „Aus Sicht der Wildtiere wäre es am besten, Katzen sogar ganzjährig im Hause zu halten.“ Denn jede freilaufende Katze erbeute Wildtiere und verursache allein durch ihre Anwesenheit einen Dauerstress unter den Tieren. Und der könne bei Vögeln sogar zum Brutstopp führen. Ein besonderes Problem stellten die verwilderten Katzen dar. Marco Sommerfeld, Referent für Vogelschutz beim Hamburger Nabu, empfiehlt, verwilderte Hauskatzen im Rahmen eines städtischen Programms zu kastrieren.