Flüchtlingsunterkunft zu klein – jetzt wird angebaut

Neuer Ärger um die Asylbewerberunterkunft an der August-Krogmann-Straße in Farmsen-Berne. Die erst vor wenigen Monaten eröffnete Unterbringung für 318 Flüchtlinge erweist sich schon jetzt als viel zu klein. Die von Anfang an von einigen Anwohnern kritisierte Unterkunft muss nun noch einmal erweitert werden.

Platz geschaffen werden muss derzeit in allen Hamburger Bezirken. Die Innenbehörde hatte mitgeteilt, dass im August 271 und im September weitere 285 Zuwanderer eine öffentliche Unterbringung in Hamburg benötigen werden. So wurde in Farmsen eine Aufstockung der Kapazitäten beschlossen, die in Form von einem Pavillondorf auf dem Parkplatz des „fördern und wohnen“-Geländes an der August-Krogmann-Straße errichtet werden soll. Die Notfallunterkünfte liefern Platz für 28 weitere Flüchtige. Bei den Anwohnern stieß dieses Vorhaben erneut auf wenig Zustimmung – auch, wenn die zusätzlichen Wohncontainer nur eine bis zum 31. Dezember befristete Maßnahme sind. Bereits im Vorfeld hatten sie gegen die Unterbringung demonstriert und eine dezentrale Unterbringung der Asylbewerber gefordert hatten.

Olaf Böttger, CDU-Ortsvorsitzender, bemängelt die Vorgehensweise der Behörde: „Zunächst wurde von 100 Asylbewerbern gesprochen, die hier untergebracht werden sollten. Dann von 318, und nun findet noch einmal eine Aufstockung um 28 weitere Plätze statt. Mit dieser Salamitaktik wird der Bürger an der Nase herumgeführt.“