CDU und Grüne fordern höhere Strafen für Müllsünder

Die öffentlichen Grünanlagen und Spielplätze im Bezirk Nord vermüllen zunehmend: Allein zwischen Januar und September 2012 wurden rund 417 Tonnen Müll abgeladen. Die Gesamtkosten für die Reinigung der Flächen und die Entsorgung des Mülls betrugen mehr als 219.000 Euro.

Zum Vergleich: In 2004 lag die Müllmenge bei nur 281 Tonnen, und die Kosten beliefen sich auf 165.000 Euro. 2011 waren es dann bereits 411 Tonnen. Die CDU-Fraktion im Bezirk Nord fordert jetzt in einem Antrag härtere Strafen: „Das Bußgeld für Müllsünder muss verdoppelt werden“, sagt CDU-Umweltexperte Christoph Ploß. Die Bußgelder betrügen derzeit „nur zehn bis 35 Euro“, kritisiert Ploß. Der Bezirkspolitiker fordert Reaktionen: „Der SPD-Senat muss endlich Maßnahmen ergreifen, um für mehr Sauberkeit in unserer Stadt zu sorgen.“ Die CDU will auch, mehr Mitarbeiter des Bezirklichen Ordnungsdienstes (BOD): „Nur mit häufigeren Kontrollen kann die illegale Müllentsorgung erfolgreich bekämpft werden“, meint Ploß.

Die Grünen unterstützen die Forderung nach einem höheren Bußgeld: „Menschen, die vorsätzlich größere Mengen Müll illegal entsorgen, müssen dafür auch eine empfindliche Strafe erhalten“, sagt der Winterhuder Bezirksabgeordnete Martin Bill. 2012 kann der BOD erste Erfolge aufweisen: Es wurden 353 Müllsünder ertappt, das sind 40 mehr als 2011.

( (ug) )