Bedenken gegen S-4-Pläne in Rahlstedt wachsen

Nach der anfänglich breiten Zustimmung für die Pläne zur neuen S-Bahn-Strecke 4 sprechen sich erste Initiativen nun gegen das Projekt aus. Die Anwohnergemeinschaft Birrenkovenallee in Rahlstedt ist gegen jede Erweiterung der Gleisanlage zulasten ihrer Grundstücke. Die Initiative Lärmschutz Rahlstedt fordert, statt zweier neuer Gleise nur eines zu bauen. Zwischen Hasselbrook und Ahrensburg sollen nach dem Willen der Wirtschaftsbehörde und der LVS Schleswig-Holstein GmbH neben den bestehenden Gleisen nach Lübeck zwei weitere gebaut werden. Das soll Kapazitäten für den Güterverkehr schaffen und Stormarn und Hamburgs Nordosten mit der neuen S 4 besser anbinden. Kostenpunkt: 350 Millionen Euro für Gleise und Elektrifizierung. 2015 könnten die Vorplanungen in ein Planfeststellungsverfahren übergehen, 2017 der Bau starten. Bis zu vier neue Bahnhöfe würden entstehen, der Bahnhof Wandsbek verschwinden. Für die beiden neuen Gleise aber braucht die Bahn Privatgrundstücke - besonders in der Birrenkovenallee und der Küperkoppel. Sollen Güterzüge durch Ballungszentren fahren? Und sollen langsame Güter- und schnelle Personenzüge dieselben Strecken nutzen? Auf beide Fragen antworten die Rahlstedter mit Nein.