Altona sucht einen neuen Bezirksamtsleiter - und schon gibt es Streit

Die Suche nach einem neuen Bezirksamtsleiter für Altona dürfte die rot-grüne Koalition in der dortigen Bezirksversammlung auf eine heftige Belastungsprobe stellen. Die Finanzbehörde hatte im Hamburger Abendblatt eine Stellenanzeige geschaltet. Die Amtszeit des amtierenden Verwaltungschefs Jürgen Warmke-Rose (parteilos) läuft im Juli aus, der 51 Jahre alte Verwaltungsfachmann will nicht wieder kandidieren.

Früh schon hatte die SPD Altona daher ihren Fraktionschef in der Bezirksversammlung, Thomas Adrian, in Position gebracht. Altona ist bisher der letzte der sieben Hamburger Bezirke, in der kein SPD-Mitglied die Verwaltung lenkt. "Ja, ich werde mich jetzt bewerben", sagte Adrian dem Abendblatt. Diese Bewerbung erfolge allerdings nicht im Alleingang, sondern in Absprache mit den Parteifreunden aus dem Bezirk. Damit dürfte die SPD geschlossen hinter Adrian stehen. Nicht aber der Koalitionspartner: Die Grünen-Fraktionschefin in der Altonaer Bezirksversammlung, Gesche Boehlich, wird mit Blick auf die Personalie Adrian deutlich: "Das ist nicht unser Kandidat." Die SPD dagegen setzt auf die Erfahrung ihres 47 Jahre alten Kandidaten, der seit 26 Jahren in der Hamburger Verwaltung arbeitet und derzeit Referatsleiter in der Innenbehörde ist. Was von einem Bezirksamtsleiter erwartet wird, steht in der Anzeige. Er muss einen Hochschulabschluss haben, Konfliktlösungskompetenz und "psychische und physische Belastbarkeit". Bis zum 8. Februar läuft die Ausschreibungsfrist.