Kurt Bauer

Mehr Aufmerksamkeit für Künstler: CDU fordert Plakette

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Elisabeth Jessen
Die „Zwei Marder“ von Kurt Bauer stehen in Poppenbüttel.

Die „Zwei Marder“ von Kurt Bauer stehen in Poppenbüttel.

Foto: Wolfgang Kühl

Die CDU Alstertal möchte den Hamburger Künstler Kurt Bauer besser gewürdigt sehen und seiner Kunst Plaketten verpassen.

Hamburg. Die Marder an der Ecke Marderstraat/Marderstieg aus dem Jahr 1969 hat Wolfgang Kühl zufällig beim Spaziergang in Poppenbüttel entdeckt. Die Bronzeskulptur, die auf einem hohen Steinsockel steht, ist nicht zu übersehen, doch der Abgeordnete der CDU Alstertal konnte kein Schild entdecken, auf dem etwas zum Künstler oder andere Details zum Kunstwerk zu erfahren ist. „Ich habe dann herausgefunden, dass es ein Werk des Hamburger Künstlers Kurt Bauer ist“, sagt der Bezirkspolitiker. Skulpturen des Lokstedter Künstlers und Bildhauers sind in vielen Hamburger Stadtteilen zu finden.

Um der öffentlichen Kunst im Alstertal zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen, wollen Kühl und weitere CDU-Mitglieder in der nächsten Sitzung des Regionalausschusses einen Antrag der CDU-Fraktion einbringen, diese Kunst präsenter zu machen. „Um die Wahrnehmung und das Interesse der Bürger im Alstertal zu erhöhen, sollte an dieser Skulptur eine Informationstafel zumindest mit einigen prägnanten Informationen über den Künstler angebracht werden“, heißt es darin. Nach Ansicht von Kühl gibt es im Alstertal ohnehin nur eine geringe Anzahl von Kunstobjekten im öffentlichen Raum.

Bürgerhaus Lokstedt: Ausstellung „Tierisch erfasst“ nun online

Christiane Bauer, Tochter des Künstlers (1906–1981), hat sich in den vergangenen Jahren viel mit dem künstlerischen Erbe ihres Vaters beschäftigt. „Er hat fast durchweg Tiere gemacht. Im öffentlichen Raum gibt es ganz viele seiner Werke“, sagt die 70-Jährige, die in ihrem Elternhaus in Lokstedt lebt.

Derzeit läuft die Ausstellung „Tierisch erfasst“ mit Grafiken und Fotos der Plastiken des Bildhauers im Bürgerhaus Lok­stedt, die allerdings pandemiebedingt nur online zu sehen ist (www.buergerhaus-lokstedt.de). Auf der Homepage ist eine Karte verlinkt, die 49 Standorte von Kurt Bauers Kunstwerken zeigt.

Ca. 70 Skulpturen von Kurt Bauer verteilt über Stadtgebiet

Dieser habe hauptsächlich in Bronze gearbeitet, sagt seine Tochter, aber es gebe auch noch Keramiken, beispielsweise den Luchs im Kellinghusenpark, eine Bärengruppe auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf oder eine Antilope und einen Sibirischen Tiger nahe Hagenbecks Tierpark.

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„Mit Glück sind auch mal Plaketten dran, häufig aber nicht“, sagt die Hamburgerin. Insgesamt müssten es etwa 70 Skulpturen ihres Vaters sein, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind, schätzt sie.