Tornado in Hamburg

Wie eine Abendblatt- Mitarbeiterin das Chaos erlebte

Der Blick von der Terrasse auf den abgerissenen Ast

Der Blick von der Terrasse auf den abgerissenen Ast

Foto: Sandra Teuscher/HA

Als sie nach Hause kam, bekam Sandra Teuscher einen großen Schreck: Der Tornado hat ihren Garten zerstört und Ziegel vom Dach gefegt.

Farmsen-Berne.  Abendblatt-Layouterin Sandra Teuscher lebt in dem Tornado-Gebiet. Sie kehrte nach Hause zurück, als sich der Wirbelsturm ausgetobt hatte. Und bekam einen gewaltigen Schreck. Ihre Schilderung:

Gegen 18.30 Uhr ruft mich mein Mann an. „Komm lieber nicht nach Hause.“ Ich befürchte das Schlimmste. Zu Hause der erste Schock: An der Auffahrt liegen zertrümmerte Dachziegel, Äste, Müll aus den Mülltonnen. Drumherum stehen aufgeregte Nachbarn. Die Haustür ist voller Schlamm. Es kommt noch schlimmer: Im Garten sind die Blumenkübel zerscheppert, der Walnussbaum ist zerstört. Die Möbel von der Terrasse liegen kreuz und quer im Garten. Immerhin sind sie heil geblieben. Dafür hat es das Vogelhäuschen erwischt, wo gerade die Vogelmama brütet. Schließlich kommt die Feuerwehr: Mit sechs Mann und einem Seil holen sie einen Ast und einige lockere Dachziegel herunter.

Auf unserem Grundstück hat es unser Haus am heftigsten getroffen. Noch am Abend räumen wir auf. Dank der Hilfe der besten Nachbarn überhaupt ist das Chaos schnell beseitigt. Im Nachhinein hatten wir wohl Glück im Unglück. Die Ziegel sind wieder auf dem Dach, die Versicherung wird wohl schnell zahlen. Nur die großen Äste, die vom Baum heruntergekommen sind und jetzt zerhackt auf einem großen Haufen liegen, die müssen wir auf eigene Kosten entsorgen. Wäre der ganze Baum umgekippt, hätte die Versicherung die Entsorgung bezahlt. Muss denn immer noch mehr passieren?