Umweltverschmutzung

Teergrube in Wandsbek entdeckt – Behörde stellt Strafanzeige

Bei Sielbauarbeiten wurde an der Wandsbeker Allee eine große Lache Altöl freigelegt.

Bei Sielbauarbeiten wurde an der Wandsbeker Allee eine große Lache Altöl freigelegt.

Foto: TV News Kontor

Bei Bauarbeiten ist ein Öl-Teer-Gemisch ausgetreten. Auf dem Gelände war einst eine Kokerei ansässig.

Hamburg. Nachdem bei Bauarbeiten in Wandsbek am Montagmorgen eine Lache Altöl freigelegt wurde, hat die Umweltbehörde eine Strafanzeige wegen schwerer Umweltverschmutzung gestellt. Das teilte Behördensprecher Björn Marzahn dem Abendblatt mit. "Von der Grube geht aber keine Gefahr für die Bevölkerung aus."

Obgleich sich die Anzeige bei der Wasserschutzpolizei gegen Unbekannt richtet, ist der mutmaßliche Verursacher der Altlasten an der Wandsbeker Allee offenbar bekannt. Auf dem Gelände war bis in die 60er Jahre hinein eine Kokerei ansässig, die den Teer vermutlich in die Grube hat ablaufen lassen. "Dass diese Grube dort in der Form existiert, war uns aber nicht bekannt", sagte Marzahn. Nun müsse ermittelt werden, ob das Unternehmen von damals tatsächlich für die Altlasten verantwortlich sei.

"Der Umweltschaden ist eher geringfügig"

Ein Baggerfahrer hatte bei Sielbauarbeiten versehentlich das Mauerwerk der Grube geöffnet. In gut zwei Metern Tiefe ist daraufhin ein Altöl-Teer-Gemisch ausgetreten. Die alarmierte Feuerwehr stand bereits mit drei Paletten Bindemittel bereit, doch der Umweltdienst hat das ausgetretene Gemisch und das Ausmaß des Schadens zunächst genau untersucht.

"Der Umweltschaden ist eher geringfügig", sagte Marzahn. Die Arbeiten auf der Baustelle wurden eingestellt, damit der Umweltdienst die Beseitigung der Altlasten vorbereiten kann. Am Dienstag soll das Gemisch entfernt werden.