Volksdorf

Kahlschlag am Duvenwischen kostet rund 200 Bäume

Warnung vor Baumfällarbeiten

Warnung vor Baumfällarbeiten

Foto: Hanna Kastendieck / HA

Wird das Grundstück Bauland? Verwaltung erklärt die Fällungen für genehmigt. Befürchtungen seien unbegründet.

Hamburg.  Weil sie verkehrsgefährdend für die angrenzende Bebauung waren, wurden im Norden Volksdorfs etwa 200 Bäume auf einem Waldgrundstück zwischen den Straßen Duvenwischen und Schmalenremen gefällt. Eigentümer und Verwaltung hatten unabhängig voneinander Gutachter bestellt, die etwa 70 Prozent der zum Teil über 100 Jahre alten Bäume für krank und deshalb umsturzgefährdet erklärten.

Wegen der Enge und der ungünstigen Lage des Grundstücks hätten aber alle Bäume fallen müssen, sagte ein Vertreter der Wirtschaftsbehörde im Regionalausschuss Walddörfer.

Nachbarn wollen keinen Wohnungsbau

Nachbarn hatten bereits befürchtet, die Baumfällunge seien die Vorboten des Wohnungsbaus auf dem knapp drei Fußballfelder großen Areal. Der Eigentümer habe schon früher versucht, sich Doppelhäuser genehmigen zu lassen und das Gelände später auch für die Flüchtlingsunterbringung angeboten. Die Verwaltung lehnte jeweils ab, hieß es.

Das Grundstück bleibe baurechtlich Wald, erklärte die Verwaltung auch jetzt wieder. Der Eigentümer sei verpflichtet, das Areal in angemessener Zeit wieder aufzuforsten. Die Verwaltung riet ihm allerdings, zu den angrenzenden Häusern hin lieber flachere Büsche zu pflanzen.