Wandsbek

Wandsbek saniert vier Sportanlagen

Beim SC Eilbek wird noch auf Grand gekickt.

Beim SC Eilbek wird noch auf Grand gekickt.

Foto: Ulrich Stückler

SC Eilbek, SV Bergstedt, Rahlstedter SC und Duwo 08 bekommen Kunstrasenplätze

Wandsbek.  Wandsbek renoviert seine Sportanlagen. Die rot-grüne Koalition will 2017 die Sanierung von vier Sportanlagen unterstützen und den Bau von vier neuen Kunstrastenplätzen fördern. Dafür will der Bezirk insgesamt 1,5 Millionen Euro ausgeben. Die Vereine geben noch einmal 1 Million Euro dazu.

Saniert wird beim SC Eilbek, SV Bergstedt, Rahlstedter SC und Duwo 08. Der Platz des TSV Wandsetal soll 2018 folgen. Das Ganze steht allerdings unter einem Lärmvorbehalt. Sollten Anwohner auf den Plan treten und den Lärm monieren, müssten gegebenenfalls Gutachten erstellt und Messungen vorgenommen werden, womit sich der Ersatz der alten Grand- und Naturrasenplätze um Jahre verzögern könnte.

Denn wer alte Anlagen saniert, verliert unter Umständen den sogenannten Altanlagenbonus und muss sich deshalb mit dem neuen Belag auch schärferen Lärmgrenzwerten unterwerfen. Dann werden regelmäßig teure Lärmschutzwände und dergleichen erforderlich.

Derzeit droht dem TSV Sasel so eine Hängepartie, die dieBezirksversammlungWandsbek jetzt abwenden will: Sie bewilligte bereits jetzt 400.000 Euro für den Fall, dass die Gutachten und die juristische Situation den Bau von Lärmschutzeinrichtungen nötig machen sollten.

Gegen den im Sommer 2015 mit Kunstrasen ausgestatten Saseler Platz war ein Nachbar vorgegangen. Erste Messungen bestätigten die Befürchtungen, die Lärmschutzwand gilt mittlerweile als wahrscheinlich. Sie soll aber nach dem Willen der Bezirkspolitik eben nicht aus dem Etat für Sportstätten bezahlt werden, weil dies andere Sanierungmaßnahmen gefährden würde. Jetzt kommt das Geld aus den bezirklichen Sondermitteln.

Die Sportvereine sind vielfach auf die Sanierungen angewiesen. Schlecht ausgestatteten Vereinen laufen die Mitglieder weg. Kunstrasen ist heute Standard. Er ist nicht nur besser bespielbar, sondern auch belastbarer und länger nutzbarer als Naturrasen, so dass Vereine mit modernen Plätzen mehr Trainingszeiten anbieten können.

Der Lärmstreit hatte zuletzt den TSC Wellingsbüttel und FC Teutonia 05 in Ottensen getroffen. Ihr Spielbetrieb wurde massive eingeschränkt. Anders als Kinderlärm ist Sportlärm nicht privilegiert und wird im wesentlichen wie Gewerbelärm behandelt. Der Spielbetrieb beim TSV Sasel läuft noch.

Die Wandsbeker Politik will die Sportvereine auch deshalb stärken, weil sie als äußerst effiziente „Sozialarbeiter“ gelten und viel für die Integration der Flüchtlinge leisten.