Volksinitiative

Hummelsbüttel brachte 7000 Unterschriften

Große Unterstützung der Volksinitiative „Hamburg für gute Integration“ in Hummelsbüttel. In Bergedorf wächst der Unmut.

Hummelsbüttel.  Um die Hummelsbütteler Feldmark herum scheint sich der Widerstand gegen die Flüchtlingspolitik des Senats zu massieren. Der „Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark“ will allein gut 7000 der 26.000 Unterschriften gesammelt haben, die die Volksinitiative „Hamburg für gute Integration“ am Mittwoch im Rathaus vorgelegt hat.

Die Initiative will die Bewohnerzahl in Flüchtlingsunterkünften auf maximal 300 beschränken, mindestens einen Kilometer Abstand zwischen den Heimen sehen und den Senat darauf verpflichten, im Bund eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge zu erreichen. Statt der 26.000 Unterschriften in fünf Tagen hätte die Initiative nur 10.000 Unterschriften in sechs Monaten bringen müssen, um die erste Hürde zum angestrebten Volksentscheid über die Großunterkünfte zu nehmen.

Werden in Bergedorf doch Fakten geschaffen?

Laut Hummelsbütteler Vereinsvorstand Steffen Haack seien am Wochenende „Hunderte von Vereinsmitgliedern zum Unterschriftensammeln unterwegs gewesen“. Es sei „eine Bewegung“ entstanden. Derzeit loten Volksinitiative und rot-grüne Koalitionsspitzen Verständigungsmöglichkeiten aus.

Im Landschaftsschutzgebiet Hummelsbütteler Feldmark sollen zusätzlich zu den 700 Flüchtlingswohnungen (3500 Plätze) bis zu 300 weitere Einheiten gebaut werden. BUND und Nabu hatten dagegen gesprochen, auch der Koalitionsvertrag sieht vor, die Landschaftsachse frei zu halten.

Für Bergedorf forderte die CDU den sofortigen Stopp der Bauarbeiten an der Großunterkunft am Gleisdreieck (Mitttlerer Landweg). Die seit Beginn der Woche rollenden Bagger passten nicht zu den Behauptungen der SPD, sie würde auf Einwände der Bürger eingehen und ihre Pläne anpassen. Es dürften jetzt keine Fakten geschaffen werden.