Wandsbek

Gegendemonstranten bei NPD-Kundgebung in der Überzahl

Etwa 35 Personen nahmen am Sonnabend an einer Protestkundgebung der Hamburger NPD am Wandsbeker Markt teil. Demgegenüber standen etwa 400 Gegendemonstranten. Zwischenfälle gab es zum Glück keine.

Hamburg. Rund 35 Mitglieder und Anhänger der Hamburger NPD haben sich am Sonnabend am Wandsbeker Markt zu einer Protestkundgebung unter dem Motto "Asylbetrug ist kein Menschenrecht – Deutschland ist kein Einwanderungsland!" getroffen.

Auf der Facebook-Seite des Landesverbands hieß es: "Die Multikulti-Politik ist gescheitert. Nicht nur in Frankreich - wie mit Erschrecken festgestellt wurde - auch in Hamburg, fordern fremde Straftäter immer wieder blutige Opfer."

Die Veranstaltung war vom Landesverband der Partei angemeldet worden, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Die Veranstalter gingen zunächst von bis zu 50 teilnehmenden Personen aus, diese Zahl wurde jedoch nicht erreicht.

Deutlich stärker vertreten war hingegen die Seite der Gegendemonstranten. Nach Polizeiangaben kamen etwa 400 NPD-Gegner zum Wandsbeker Markt, um gegen die Kundgebung der rechtsradikalen Partei zu demonstrieren. Die Polizei hatte aber genügend Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um die beiden Lager voneinander fernzuhalten, sodass es zu keinerlei Auseinandersetzungen kam.

Bis 14.00 Uhr war die Kundgebung offiziell angesetzt. Im Anschluss zog ein Teil der Gegendemonstranten in Richtung Altona weiter, bestätigte ein Sprecher der Polizei.