Beweger in Hamburg: Vor 30 Jahren eröffnete Dörte Inselmann das Zentrum in Billstedt, das Kinder und Jugendliche stark macht.

Verantwortung übernehmen, Menschen helfen und streiten für soziale Gerechtigkeit – das sind Werte, die Dörte Inselmann von ihren Eltern, zwei Lehrern, mitbekommen hat und für die sie bis heute steht. Die Intendantin und Vorständin der Stiftung Kultur Palast hat es in 44 Jahren Engagement geschafft, dem sozial eher schwachen Stadtgebiet Billstedt/Horn eine Strahlkraft in Sachen Kultur zu geben, die weit über das Quartier hinausreicht. Aufgewachsen im eher dörflichen Neuengamme, lernte sie Billstedt durch ihren älteren Bruder kennen, der dort, wie sie auch später auf die Wichernschule in Hamburg Horn ging. Schon mit 15 engagierte sich Dörte Inselmann für Kinder und Jugendliche in Billstedt – erst vier Jahre lang in der Gemeinde der Kreuzkirche, seit 1979, da war sie noch Schülerin, zudem im von ihr mitbegründeten „Kultur Palast“. „Damals war der Name ironisch gemeint, wir hatten damals einen 70-Quadratmeter-Raum in einem heruntergekommenen Haus angemietet“, sagt Dörte Inselmann.