Kolumne

Lieder, die mit Geschichten verknüpft sind

Sabine Tesche
Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA

Das Stück „Sexbomb“ bringt bei mir die Erinnerung an einen Parkinsonkranken hervor, der dazu nach einer OP wild getanzt hat

Kennen Sie das: Man hört ein Lied und verbindet das sofort mit einem wichtigen Erlebnis? Mir geht es so, wenn ich das Lied „Sexbomb“ von Tom Jones höre. Denn ich habe vor vielen Jahren eine Geschichte über einen beeindruckenden Mann gemacht, der Parkinson hat und nicht mehr gehen konnte. Er gehörte zu den ersten Patienten in Deutschland, der einen Hirnschrittmacher eingesetzt bekommen hatte. Der kann über Elektroden im Kopf, bestimmte Bewegungen wieder in Gang setzen. Ich weiß noch, wie ich zum Interview in seine Laube kam und er mit entgegengelaufen kam. Er erzählte, er habe als erstes nach der OP das Lied „Sexbomb“ laut angemacht und wild getanzt.

Parkinson ist eine schreckliche Krankheit, bei der die Betroffenen immer weitere körperliche Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Umso mehr begeistert mich, welche positive Auswirkungen so eine Tiefe Hirnstimulation für geeignete Patienten haben kann. Wie ein Erkrankter sich aus dem Rollstuhl wieder heraus kämpfte und nun sogar an einer Tischtennis-Weltmeisterschaft teilnehmen wird, erfahren Sie im neusten Podcast „Von Mensch zu Mensch“. Hören Sie doch mal rein unter www.abendblatt.de/podcast/von-mensch-zu-mensch