Kolumne

Wenn Geflüchtete sich im Ehrenamt engagieren

Sabine Tesche
Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA

Es ist großartig, wenn Projekte Migranten und Flüchtling ein Ehrenamt vermitteln - mehr Integrationsförderung geht kaum.

Kürzlich habe ich mit zwei Studenten gesprochen, die aus Syrien geflohen sind und denen wir ein Stipendium über das Studierendenwerk Hamburg finanzieren, um ihren anstrengenden Alltag finanziell etwas zu erleichtern. Er studiert Zahnmedizin, sie Architektur, dazu jobben beide und nebenher engagieren sie sich noch ehrenamtlich – vor allem für andere Geflüchtete. Die Studentin pflegt zudem noch ihren dementen Vater. Sie möchte danach gerne beim Wiederaufbau ihres Landes helfen.

Es war nur eine kurze Videokonferenz mit diesen engagierten jungen Menschen, aber sie beeindrucken mich nachhaltig. Denn sie zeigen nicht nur, wie gut sie bereits integriert sind, wirken mit ihrem Studium unserem Fachkräftemangel entgegen, sondern sie möchten zusätzlich etwas zurückgeben an die Gesellschaft, die sie aufgenommen hat.

Es gibt sicher viele Flüchtlinge in Deutschland, die diesen Wunsch verspüren. Da ist es großartig, dass es Initiativen wie die MITmacher gibt, die proaktiv Migranten ansprechen und gemeinsam mit ihnen eingeeignetes Ehrenamt suchen. So werden Parallelwelten vermieden und die Integration gefördert.