Kolumne

Es tröstet, wenn man zumindest finanziell helfen kann

Sabine Tesche
Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA

Wir können als Abendblatt-Verein das traurige Schicksal von manchen Familien nicht ändern, aber wir können sie zumindest entlasten.

Das Schöne an meiner Arbeit ist, dass ich immer wieder auf Menschen treffe, die so viel Gutes und Sinnvolles tun. So habe ich gerade mit Kirsten Mainzer im Podcast „Von Mensch zu Mensch“ über ihre Arbeit bei KinderPaCT gesprochen. Der Verein versorgt sterbenskranke Kinder und Jugendliche dort, wo sie in ihrer letzten Lebenszeit am liebsten sind: zu Hause (siehe Artikel). Und durch die intensive, vielseitige Unterstützung des Palliativ-Teams können die Eltern sich auf die verbleibende Zeit mit ihrem Kind voll konzentrieren.

Während des Gesprächs musste ich ein paarmal schlucken, denn die Vorstellung, täglich mit so schweren Schicksalen konfrontiert zu sein, schnürte mir den Hals zu. Wie hält sie das aus? Wie erklärt sie einer Mutter, dass sie ihr geliebtes Kind nun gehen lassen muss? „Ich kann an der Krankheit des Kindes nichts ändern, aber mich tröstet ungemein, dass wir die Familie so sehr entlasten können mit unserer Arbeit“, gab Mainzer als Antwort. Da dachte ich, so geht es mir auch oft, wenn wir Menschen in Not unterstützen. Wir können ihnen nicht alle Sorgen abnehmen, aber wir können ihnen über den Abendblatt-Verein zumindest finanziell helfen.