Kolumne

Ein Plädoyer für die Anschaffung von Hörgeräten

Sabine Tesche
Sabine Tesche leitet das Ressort Von Mensch zu Mensch

Sabine Tesche leitet das Ressort Von Mensch zu Mensch

Foto: Andreas Laible / HA

Einsamkeit droht, das Gehirn verlernt, richtig zu hören: Dennoch warten die meisten Menschen zu lange, bis sie sich Hörgeräte holen.

Als ich mit Anfang 40 meine Zeitung morgens nur noch mit Mühe entziffern konnte, habe ich mir eine Lesebrille angeschafft. Inzwischen habe ich Brillen in allen Stärken und für verschiedene Situationen (Computer, Buch, TV und Autofahren) und zum Ärger meines Mannes im ganzen Haus verteilt. Ohne Brille mag ich mich lieber anschauen, aber mit zusammengekniffenen Augen herumzulaufen, ist mir einfach zu anstrengend.

Genauso sollte es mit der Anschaffung von Hörgeräten sein. Es ist doch ermüdend, ständig nachzufragen, was ein anderer gesagt hat, oder in einer großen Gesellschaft ausgeschlossen zu sein, weil man nicht mehr so gut hört. Schwerhörigkeit macht auf Dauer einsam und die Gefahr von Demenz soll dadurch erhöht sein. Dennoch zögern die meisten Menschen eine Anschaffung von Hörgeräten um Jahre hinaus, bis das Gehirn verlernt hat, richtig zu hören, und die Anpassung der Hilfsmittel schwieriger wird, manche Geräusche dann unangenehm laut wirken. Deswegen gibt’s nun ein Plädoyer für die Anschaffung von Hörgeräten: Was sie bringen, ab wann man sie braucht, erfahren Sie im neuen Podcast „Von Mensch zu Mensch“. Viel Spaß beim Zuhören!

Der Podcast zum Thema Schwerhörigkeit unter: www.abendblatt.de/podcast/von-mensch-zu-mensch