Seniorenheim

Tiefe Entspannung beim Mandala-Malen

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Lieselotte Kalbe (84)_malt inzwischen sehr gerne Mandala _

Lieselotte Kalbe (84)_malt inzwischen sehr gerne Mandala _

Foto: Kursana Residenz Hamburg.jpg

Neues Freizeitangebot in der Kursana Residenz Hamburg hilft Bewohnern, ihre Sorgen durch Corona loszulassen

Die Einzeltische sind liebevoll mit Kerzen und Blättern dekoriert und in der großzügigen Bibliothek der Kursana Residenz Hamburg mit viel Abstand zueinander aufgestellt. Im Hintergrund läuft leise Entspannungsmusik, wenn zehn Bewohnerinnen zu ihren Buntstiften greifen und beginnen, das fein gezeichnete Motiv vor sich auszumalen. Hochkonzentriert widmen sich die Frauen den wiederkehrenden Formen und Figuren der Mandalas, die traditionell in fernöstlichen Religionen als Meditationsobjekte eingesetzt werden.

„Es ist faszinierend zu erleben, wie sich beim Mandala-Malen eine angenehme Ruhe ausbreitet und sich die Gesichtszüge der Teilnehmerinnen mit der Zeit wohlig entspannen“, sagt Musikgeragogin Ludmila Gildenhorn von der sozialen Betreuung, die das Angebot zusätzlich zu ihren vielfältigen musikalischen Aktivitäten in der Residenz ins Leben rief.

Unterschiedliche Bilder durch die individuelle Farbwahl

Bewohnerin Lieselotte Kalbe nimmt mit großer Freude regelmäßig an der Veranstaltung teil. „Zuerst haben wir gedacht, Ausmalbilder seien doch nur etwas für Kinder“, sagt die 84-Jährige. „Als wir dann die wunderschönen Motive sahen, haben einige von uns jedoch befürchtet, sie seien zu alt, um solch detaillierte Vorlagen schön gestalten zu können. Aber wenn man sich auf das Zusammenspiel der Farben einlässt, gelingt das Malen wunderbar. Ich kann dabei die ganze Welt um mich herum vergessen.“

Staunend haben die Damen nach eineinhalb Stunden Malen immer wieder festgestellt, wie unterschiedlich ihre Bilder durch die individuelle Farbwahl wirken. „Da unsere Bewohnerinnen sich ganz auf das Mandala-Malen fokussieren, können sie dabei alle Sorgen und Ängste, die sie in dieser herausfordernden Zeit beschäftigen, loslassen und tief entspannen“, sagt Ludmila Gildenhorn.

Das beruhigende Hobby geht auch alleine in der Wohnung

Lieselotte Kalbe bekräftigt die nachhaltige Wirkung des Freizeitangebots. „Ich empfinde nach dem Malen eine große Ruhe und Zufriedenheit, etwas so Schönes geschafft zu haben. Am liebsten möchte ich meine Bilder später einmal rahmen lassen“, sagt sie. In ungewissen Corona-Zeiten ist von Vorteil, dass die Frauen ihr neu entdecktes Hobby auch allein im Appartement pflegen können, wenn wie derzeit durch weitergehende Kontaktbeschränkungen das Gruppenangebot in der Residenz ausfallen muss. Einige Teilnehmerinnen wählen auch in ihrem Zuhause eine ruhige Hintergrundmusik aus und machen sich ans Werk.

Vorlagen gibt’s z. B. unter www.mandala-bilder.de