Buch-Rezension

Die eigene Biografie aufschreiben

Buchcover von „Die Spuren Deines Lebens“

Buchcover von „Die Spuren Deines Lebens“

Foto: jbriels Verlag

Ein schönes Geschenk zu Weihnachten: Das Buch „Die Spuren deines Lebens“ ist ein guter Wegbegleiter für die eigene Geschichte

Was bleibt von den Erlebnissen, Gedanken und Gefühlen eines Menschen, wenn er gestorben ist? Besonders ältere Menschen schreiben zunehmend in Biografiewerkstätten über ihren Lebensweg, auch in Tagebüchern, Briefen, Smartphones oder Computern befinden sich Informationen über die Persönlichkeit. Aber selbst eng verbundene Familienangehörige wissen oft lange nicht alles, was ihre Lieben erlebten und dachten.

Wer über sich reflektieren möchte und seinen Vertrauten detaillierte Informationen hinterlassen will, für den hat Stephan Gabriel das Buch „Die Spuren deines Lebens“ entworfen. Der Autor schlägt dem Autobiografen wie „ein Lotse einem Kapitän“ eine Schreib-Route vor und gibt damit eine praktische Anleitung. Das Buch beginnt mit Platz für eine Widmung, weiter geht es u. a. mit Abschnitten über Kindheit, Reisen, Freunde, Probleme, Herausforderungen, Tiere, Krankheit, Verluste und Trauer, besondere Momente und vieles mehr. Die Themen begleitet Gabriel mit Anregungen und Fragen. Seine Idee zu dem 564 Seiten starken Lebensgeschichte-Buch – mit natürlich sehr vielen unbeschriebenen Blättern – hatte der Autor, als sein Vater mit 69 Jahren starb und eine selbst verfasste Familienchronik hinterließ. In dieser fand Gabriel Informationen, die ihm trotz ihrer guten Beziehung unbekannt waren. Das gebundene Buch kann auch dazu anregen, gedanklich in längst vergangene Zeiten zurückzukehren und Geschehnisse mit ihren vielfältigen Facetten wiederaufleben zu lassen.

Stephan Gabriel: „Die Spuren deines Lebens“, jbriels Verlag GbR, 564 S., 29,95 Euro

( hwa )