Stadtteilprojekt

Zum Mitmachen: Briefe an einsame Senioren in Wandsbek

Das Projekt gegen Einsamkeit nennt sich Quartierstauben

Das Projekt gegen Einsamkeit nennt sich Quartierstauben

Foto: Roland Magunia / Roland Magunia / Funke Foto Services

Das Projekt „Quartierstauben“ ruft Hamburger dazu auf, an alte Menschen in Pflegeheimen zu schreiben. Das soll ihnen Freude bringen.

In Wandsbek haben sich 13 Vereine und Einrichtungen zu dem Projekt „Quartierstauben“ zusammengeschlossen, um von Einsamkeit bedrohte Menschen mit selbst geschriebenen Briefen aufzumuntern. „Durch die strengeren Einschränkungen werden in vielen Pflege-Einrichtungen die Gemeinschaftsaktivitäten erneut für Wochen eingestellt“, berichtet Pastor Jan Simonsen vom Quartiersnetzwerk ZusammenWir! Hinschenfelde-Wandsbek.

Deshalb ruft die Initiative Hamburger zum Briefeschreiben auf. Dabei ist dem Briefschreiber überlassen, ob er seine Kontaktdaten und seine Absender-Adresse angeben möchte. Man kann den Brief also auch anonym verschicken, aber bestimmt freuen sich einige Senioren und Seniorinnen, persönlich antworten zu können, und es kann sich eine schöne Brieffreundschaft entwickeln.

Geschichten und Gedichte, aufbauende Gedanken

Die Briefe können inspirierende Gedichte und Geschichten enthalten, Mut machende Erlebnisse, aufbauende Gedanken, gemalte oder fotografierte Bilder und was dem Briefschreibenden sonst noch einfällt, wie man jemandem in der jetzigen Zeit aufmuntern und helfen könnte. „Wir sorgen dafür, dass die Briefe, die an die ,Quartierstauben‘ geschickt werden, die Adressaten in den Pflegeheimen oder die von ambulanten Pflegediensten betreuten Menschen erreichen. Mit den ,Quartierstauben‘ kann jeder die Mauern der Abschottung überfliegen und Freude vermitteln“, ergänzt Hildegard Stahlberg vom Kultorhaus am Eichtalpark.

Die Aktion wird bis zum Jahreswechsel fortgeführt, um in der Lockdown-Zeit Menschen miteinander in Verbindung zu bringen. Gerade mit Blick auf die Advents- und Weihnachtszeit und die Festtage zum Jahreswechsel würden die Initiatoren gerne viele Briefe an ältere Menschen verteilen, um Trost und Stärkung zu vermitteln.

Briefe können per Post verschickt oder persönlich eingeworfen werden: Quartierstauben, c/o Botanischer Sondergarten, Walddörferstraße 273, 22047 Hamburg oder Kultorhaus, Ahrensburger Str. 14, 22041 Hamburg

( tes )