Kampagne

Kinderrechte ins Grundgesetz: Budnianer Hilfe startet Aktion

Sänger Sasha gestaltete für die Kampagne für Kinderrechte gemeinsam mit Jugendlichen ein Bild.

Sänger Sasha gestaltete für die Kampagne für Kinderrechte gemeinsam mit Jugendlichen ein Bild.

Foto: Stephan Latusek

Die Aufmerksamkeitskampagne wird vom Kinderschutzbund Hamburg und zehn Prominenten aus der Stadt unterstützt

Mit einem gemeinsamen Appell und einer Fotokampagne wenden sich die Budnianer Hilfe e. V., der Kinderschutzbund Hamburg sowie zehn prominente Hamburgerinnen und Hamburger an die Öffentlichkeit. Ihre Forderung: Kinderrechte – von den Vereinten Nationen bereits vor 30 Jahren verkündet - müssen endlich auch im Grundgesetz verankert werden! Unter dem Slogan „Support your local kids #kinderrechte!“ startet daher diesen Monat auf Initiative der Budnianer Hilfe eine Aufmerksamkeitskampagne für die Rechte der Kinder. Wer die Forderung bundesweit unterstützen und Kinderrechte stark machen möchte, kann die Petition „Kinderrechte ins Grundgesetz JETZT!“ unterzeichnen.

Die Notwendigkeit der Forderung ist sehr aktuell: Sie rückte zu Beginn der Corona Pandemie ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, weil viele Kinder unter dem Lockdown zu leiden hatten. Durch die Schließung von Schulen, Kitas und Hilfseinrichtungen verpassten viele Kinder schulisch den Anschluss oder waren im beengten familiären Umfeld einem hohen Stresspegel ausgesetzt. Neben sozialer Isolation erlebten Kinder massive Konflikte oder sogar Gewalt. So nahmen die Anrufe beim bundesweiten Hilfetelefon, das bei häuslicher Gewalt berät, von März auf April um 20 Prozent zu. Die Spätfolgen dieser Situation sind noch nicht abzusehen.

Alles Prominenten wenden sich mit einem persönlichen Statement an die Öffentlichkeit

Der Schutz und die Förderung von Kindern sei derzeit politisch nicht ausreichend sicher gestellt, meinen die Unterstützer der Kampagne. Zu ihnen gehören Nachrichtensprecherin Linda Zervakis, Moderatorin Anke Harnack, Schauspieler Tetje Mierendorf, Kinder- und Jugendpsychiater Prof.-Dr. Michael Schulte-Markwort, FC St. Pauli Geschäftsleiter Bernd von Geldern, der Musiker Sasha, die Schulsenatorin a.D. Christa Goetsch, der Musiker Stefan Gwildis, Christoph Wöhlke, Geschäftsführer Iwan Budnikowsky und Ralf Slüter, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes in Hamburg. Plakate von ihnen werden ab dem Tag der Kinderrechte, dem 20. November, in den Budni-Filialen, später in den U- und S-Bahnen, zu sehen sein.

Sie alle wenden sich mit einem persönlichen Statement an die Öffentlichkeit und die Politik: „Wir brauchen eine kinderfreundliche Gesellschaft, in der die Entwicklung, der Schutz und die Beteiligung von Kindern gefördert werden. Denn wir wissen, dass die Kinder von heute das Fundament für eine starke Gesellschaft von morgen bilden“, sagt Slüter. Julia Wöhlke, Vorsitzende des Budnianer Hilfe e.V., ergänzt: „Kinder haben Rechte. Damit diese auch eingefordert werden können, müssen die Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden.“ Gemeinsam mit den Kindern des Esche Jugendkunsthaus in Altona-Altstadt haben die prominenten Unterstützer in den vergangenen Wochen ein Riesengraffito zum Thema erstellt.

Man kann die Aktion auch durch den Kauf eines Rucksacks unterstützen

Das Kunstwerk wird voraussichtlich am 20.11. um 11 Uhr auf dem Platz der Kinderrechte in Hamburg-Hamm an Sozialsenatorin Melanie Leonhard überreicht und anschließend online versteigert ( https://www.strasburgerkreise.com/budnianerhilfe) . Budni-Kunden können die Aktion zudem durch den Kauf einer Rucksacktasche mit dem Slogan „Support your local kids #kinderrechte!“ unterstützen. Der gesamte Gewinn aus dem Verkauf dieses Rucksacks geht als Spende an den Kinderschutzbund in Hamburg und weitere Kinderschutz-Projekte in der Metropolregion. (HA/tes)

Infos zur Kampagne: www.budnianer-hilfe.de