Rezension

Die neuen Abenteuer von Rumpelröschen

Lesedauer: 3 Minuten
Buchcover von Rumpelröschen und die 13. Fee von Christine Faust

Buchcover von Rumpelröschen und die 13. Fee von Christine Faust

Foto: Esslinger

Schauspieler und Autor Christian Berg hat ein zweites märchenhaftes Vorlesebuch über den mutigen Feenjungen geschrieben.

Rumpelröschen ist eines gutherziger Feenjunge mit Tutu und Fliegerbrille bekleidet, den der Autor und Schauspieler Christian Berg erfunden hat.

Nach dem erfolgreichen ersten Kinderbuch mit märchenhaften Abenteuern des kleinen Wesens ist am 15. Oktober nun der zweite Teil unter dem Titel „Rumpelröschen und die 13. Fee“ in den Handel gekommen. Wieder zauberhaft und mit viel Liebe zum Detail illustriert von Christine Faust.

Es gibt einen Notfall im Märchenland! Eine böse Zauberin hat Dornröschen in Tiefschlaf versetzt und das Mädchen schläft nun schon seit 100 Jahren, drei Monaten und vier Tagen. Viel zu lange und kein Prinz ist in Sicht, der das Märchen zu einem guten Ende bringt. Das ist genau die richtige Aufgabe für Rumpelröschen.

Um die Situation zu retten, hat der oberste Feenrat beschlossen, den kleinen Feenjungen zum Dornröschenschloss zu schicken. Der kleine Feenjunge schwebt „volle Flügelkraft voraus“ über die stachelige Hecke, die das Schloss umgibt, erfüllt von der Mission, die Bewohner aus ihrem Tiefschlaf zu befreien. Dabei hilft ihm Huch, das schreckhafte Schlossgespenst, der Froschkönig und ein tapferes Büchermädchen. Zum Schluss darf natürlich auch das Einhorn Pummelchen nicht fehlen.

Rumpelröschen ist eine Figur, die Jungen und Mädchen mögen

Sie alle unterstützen Rumpelröschen, den Zauber der bösen 13. Fee zu überwinden und die Geschichte zu einem guten Ende zu bringen. „Ich wollte mit Rumpelröschen eine neue Figur erschaffen, die anders ist als andere Charaktere, die so durch die Märchenwelt spazieren“, erklärte Christian Berg zur Entstehung des Feenjungen. Er ist eine Figur, mit der sich sowohl Mädchen als auch Jungen identifizieren können und dem er gemeinsam mit Jan-Christof Scheibe sogar ein eigenes Musical gewidmet hat. Rumpelröschen ist „so gar nicht Mainstream und wird von den kleinen und großen Menschen auch wegen seiner Schwächen geliebt“, sagt der kreative Geschichtenerzähler.

In Christian Bergs neuem Buch ist der Feenjunge aber vor allem mutig und unerschrocken, schlagfertig und fröhlich. Er passt gut in diese Zeit, in der viele Kinder vielleicht ängstlich sind. Auch Rumpelröschen hat in manchen Situationen Angst. „Wichtig ist, dass er aus seiner Angst immer wieder Mut wachsen lässt und niemals aufgibt, auch wenn es brenzlig wird“, sagt Berg, der seit 2016 der Botschafter des Vereins „Hamburger Abendblatt hilft“ mit seiner Initiative „Kinder helfen Kindern“ ist. Die Geschichte zeigt auch, dass man gute Freunde braucht, um sein Ziel zu erreichen. Wer ein Christian-Berg-Fan ist, wird einige Figuren und Elemente aus seinen Musicals wiedererkennen, man möchte fast Rumpelröschens Erkennungsmelodie „Klingeling, Klingeling, Klingeling“ mitsummen beim vergnüglichen Lesen dieser schönen Geschichte.

Christian Berg, „Rumpelröschen und die 13. Fee“, 112 Seiten, 14 Euro. Esslinger Verlag. Ab vier J.

Lesungen: 18.10. im Goldbekhaus, Moorfuhrtweg 9, um 11 und 14 Uhr „Christian Berg liest! Rumpelröschen und die 13. Fee“. 6.12. und 13.12. im Goldbekhaus, jew. 11 und 14 Uhr „Christian Berg liest! Weihnachten mit Rumpelröschen“