Kolumne

Das machen, wofür das Herz schlägt

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA

Manchmal benötigt man Unterstützung, um den gewünschten Berufsweg zu gehen. Ich bewundere Menschen, die sich ihren Traum erfüllen

Den eigenen Traum zu leben, das ist für viele Menschen ein großer Wunsch. Und ich behaupte, die meisten erfüllen ihn sich nicht, sondern schließen Kompromisse oder begraben ihn gleich. Umso mehr bewundere ich Leute, die alles darangeben, um das zu machen, wofür ihr Herz schlägt. Ein Freund von mir wollte immer um die Welt segeln und steckte alles Geld, das er verdiente, in diesen Traum. Er ließ alles hinter sich, Job, Freundin und Wohnung und war zwei Jahre mit einem Kumpel auf einem Katamaran unterwegs.

In der „Von Mensch zu Mensch“-Redaktion hatten wir vor einiger Zeit eine Praktikantin, die schwerstbehindert ist, sie konnte sich kaum bewegen, nicht selber schreiben, aber sagenhaft gut formulieren – sie diktierte die Artikel ihrer Assistentin. Sie war auch schon beim NDR engagiert. Ihr Traum ist es, Journalistin zu werden. Ich hoffe sehr, dass sie ihren Platz findet. Genauso wünsche ich mir, dass ein talentierter junger Mann wie Victor Faria (siehe Artikel links) seinen Weg als DJ gehen wird. Dafür braucht es manchmal Unterstützung – Menschen wie sein Lehrer, die umdenken und helfen, den Traum eines anderen zu verwirklichen.