Kolumne

Goodbye Schule nach 13 Jahren - Ende einer Ära

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA

Nie mehr Elternabend, nie mehr Schulbrote schmieren – dennoch fehlt mir das Gymnasium meiner Söhne

Es ist Schulanfang und zum ersten Mal seit 13 Jahren muss ich deswegen weder früh aufstehen, noch meine Jungs aus dem Bett scheuchen. Ich schmiere kein Schulbrote, kaufe weder Schulhefte noch Stifte. Nie mehr Elternabend! Eigentlich müsste ich mich entlastet fühlen, doch ich bin eher melancholisch. Denn mit dem Abitur, das beide Söhne nun haben, ist auch für mich eine Ära zu Ende gegangen. Die Schule war über so viele Jahre eine Konstante unseres Familienlebens, zum Glück sind beide Kinder gerne hingegangen. Es gab dort wunderbare Theaterstücke und Schulfeste.

Ich habe meinen beiden Söhnen zum 18. Geburtstag je ein Fotobuch über ihre Kindheit und Jugend geschenkt, und darin nimmt der erste Schultag einen prominenten Platz ein. Die Großeltern, Tanten und Onkel waren da – so stolze Gesichter, so eine große Schultüte!

Beim ersten Sohn habe ich im Abendblatt darüber geschrieben, wie es ist, nun Mutter eines Schulkindes zu sein – auch hier gab es bei mir durchaus etwas Wehmut, weil der Schulanfang auch so ein wichtiger Lebensabschnitt ist. Nun schreibe ich als Mutter erwachsener Kinder, daran muss ich mich noch etwas gewöhnen.