Kolumne

Mit der Petö-Therapie lernen Kinder laufen

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA

In Bayern werden Petö-Kurse bezahlt, in Hamburg hängt es vom Willen eines Sachbearbeiters ab. Das ist frustrierend für Eltern

Ich versuche immer die Projekte, die wir als Abendblatt-Verein unterstützen, auch persönlich zu besuchen, um mir ein konkretes Bild zu machen, wie Kinder und Jugendliche gefördert werden. Die Petö-Kurse des Vereins „Schritt für Schritt“ (siehe Artikel unten) habe ich mir schon mehrfach angeschaut, weil ich immer wieder davon fasziniert bin, wie die Therapeutinnen mit den Kleinen arbeiten.

Die Fachkräfte kommen aus Ungarn und haben dort ein Fachhochschulstudium absolviert, vereinen Kompetenzen im Bereich Krankengymnastik, Logo- und Ergotherapie. Somit müssen sich die Kinder nicht immer wieder auf neue Therapeuten einstellen und lernen durch den intensiven Kurs oft Fähigkeiten, die ihnen Ärzte zuvor nicht zugetraut hatten – vor allem das Gehen.

In Bayern wird die Therapie bezahlt, in Norddeutschland hängt es vom Willen des Sachbearbeiters der jeweiligen Eingliederungshilfe ab, ob ein Kind mit Behinderung die Chance bekommt. Das ist frustrierend für die Eltern.

Weil wir vom Erfolg der Therapie überzeugt sind, bezahlen wir derzeit pro Jahr zwischen acht und zehn Kurse. Doch dafür benötigen wir weitere Spenden – bitte helfen Sie!