Kolumne

Senioren müssen sich nicht einsam fühlen

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA

Ein kurzer Schnack über den Gartenzaun, ein Anruf, ein Blumengruß – jeder kann mithelfen, dass Ältere nicht isoliert bleiben

Zu Pfingsten wurden nun die letzten 25-Euro-Lebensmittelgutscheine aus der Hilfsaktion des Abendblatt-Vereins an Bedürftige verteilt und ich freue mich besonders darüber, dass wir damit Teil einer so netten Überraschungsaktion für die Senioren von Kulturistenhoch2 waren (siehe Artikel).

Es ist großartig, welche Maßnahmen viele Vereine nun unternehmen, um gerade die am meisten von Isolation betroffenen älteren Mitbürger aufzumuntern oder ihnen – wie beim Verein „Wege aus der Einsamkeit“ – sogar eine virtuelle Teilhabe an Veranstaltungen, die auf sie zugeschnitten sind, zu ermöglichen.

Eigentlich kann jeder von uns dabei mithelfen, dass Seniorinnen und Senioren in unserer Umgebung nicht so allein sind. Ein kurzer Schnack über den Gartenzaun hinweg mit der Nachbarin, ein regelmäßig eingeplanter Telefonanruf bei dem älteren Bekannten, ein paar Blumengrüße oder Pralinen, die vor die Haustür gelegt werden, zeigen Wertschätzung und dass man an die Menschen denkt. Ich bin durch die Corona-Krise etlichen meiner Nachbarn nähergekommen – einfach nur dadurch, dass ich durch das Home­office viel mehr zu Hause bin.