Gegen Corona-Stress

Ein Werkzeugkasten, um Stress und Ängste zu reduzieren

Coreszon-Kampagne zur Stärkung der eigenen Widerstandskraft

Coreszon-Kampagne zur Stärkung der eigenen Widerstandskraft

Foto: Coreszon

Die Peter Möhrle Stiftung hat gemeinsam mit dem UKE das Projekt Coreszon entwickelt, das online Hilfen für belastete Menschen anbietet

Na, wie geht es Dir so den ganzen Tag zu Hause? Diese Frage stellen die Initiatoren der Kampagne zur Stressbewältigung „Coreszon“ auf ihrer Website www.coreszon.com/de. Coreszon steht für Community Resilience Network, denn zwischenmenschliche Verbindungen bilden das Herzstück des Präventionsprojekts der Peter Möhrle Stiftung und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Resilienz ist die Fähigkeit, in Krisen gut für sich und füreinander sorgen zu können.

Zu Beginn der Coronakrise wurde gemeinsam mit der Ehlerding-Stiftung die Kampagne #WIRSINDZUSAMMENALLEIN online gebracht, um für alle, die sich in diesen fordernden Zeiten belastet fühlen, einen „Werkzeugkasten gegen Stress“ bereitzustellen. Im Werkzeugkasten kann sich jeder die für ihn passenden Hilfen aussuchen, es gibt Übungen, Information, Erklärvideos oder eine Anleitung, wie man einen Videochat macht, damit eine Gesprächsrunde mit anderen, die sich zu Hause isoliert oder einsam fühlen, möglich wird.

Es gibt simple Konzentrations-Übungen

Um sich besser konzentrieren zu können hilft beispielsweise „vorwärts gehen und rückwärts zählen“. Ein Tipp, um Stress zu unterbrechen, ist, „ein Glas Wasser, Saft oder Tee auf ex trinken – das beruhigt automatisch das Nervensystem“. Und eine Atemübung, um das Herz zu beruhigen, geht so: „1. Atme ein, während Du gedanklich bis 3 zählst. 2. Halte die Luft an, während Du bis 6 zählst. 3. Atme aus, während Du bis 9 zählst. Wiederhole es mindestens 5 Mal. Atme dabei so, wie es für dich angenehm ist.“

Wer etwas für sich selbst tun möchte, schaut bei „Werkzeug für zu Hause“ nach, praktische Hilfen für Kinder und Eltern gibt es bei „Werkzeug für Familien“, außerdem die Bereiche „Wissen“ und „Weitere Hilfen“.

Austausch mit anderen gehört zum Projekt

„Wir alle haben mit mehr Stress zu tun als vor wenigen Wochen“, sagt Patrick Kern, Vorstand der Peter Möhrle Stiftung. „Das kann sich im Körper, im Denken, in Gefühlen und im Verhalten bemerkbar machen. Und natürlich auch in unseren Beziehungen zu Freunden, Familie und anderen Menschen. Unser Werkzeugkasten soll helfen, vorhandene Stärken stärker zu machen und den Auswirkungen von Stress-Überlastung vorzubeugen. Denn wir leben jetzt alle in einer Situation, die unser ,seelisches Immunsystem‘ auf die Probe stellt.“

Der Werkzeugkasten soll dabei helfen, sich sicherer zu fühlen, wenn man merkt, dass man selbst oder jemand anderer gestresst, verängstigt oder erschöpft ist. Ein weiteres Anliegen von Coreszon ist es, sich miteinander auszutauschen, voneinander zu lernen und gute Ideen weiterzuverbreiten – wie die Fragen-Sammlung einer Initiative „für gute Gespräche in der Coronazeit“.

Das seelische Immunsystem stärken

Viele Menschen sind wegen der veränderten Lebensumstände unsicher. Sie entwickeln Ängste, der Körper reagiert anders als sonst. Auf der Website gibt es dazu Erklärungen, die zur Beruhigung beitragen können. „Wichtig zu wissen ist, dass Dein seelisches Immunsystem sein Bestes tut“, steht dort, „und dass Reaktionen auf Stress kein Zeichen von Schwäche sind, sondern normale Reaktionen auf außergewöhnliche Umstände.“

Der Besucher der Website bekommt Hilfsangebote und wird motiviert, diese anzunehmen. Sich Hilfe zu suchen sei auch ein Zeichen von Resilienz. Möglichst viele Menschen sollen möglichst schnell mit der Kampagne erreicht und ermutigt werden, die „Werkzeuge“ für sich und andere zu nutzen. Damit will Coreszon zur psychosozialen Gesundheit der Gesellschaft beitragen.

Info: www.coreszon.com/de