Spendenaktion

Morgens beim Joggen Radio Hamburg hören

Lesedauer: 2 Minuten
Leiterin des Ressorts Von Mensch zu Mensch: Sabine Tesche

Leiterin des Ressorts Von Mensch zu Mensch: Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA

Spendenaktion vom Abendblatt-Verein und Radio Hamburg: Vereine versorgen Bedürftige, die nie zuvor um Hilfe von außen gefragt haben.

Vor ein paar Wochen habe ich über die HIIT-Challenge mit meinen Söhnen geschrieben. Ich hatte sie aufgefordert, bei meinem intensiven Training vor dem Fernseher mitzumachen. Doch als ich neben meinem jüngeren Sohn, der gerade Sportabitur macht, keuchend auf der Matte lag, habe ich beschlossen, dass dieser Sport derzeit zu anstrengend für mich ist.

Also jogge ich jetzt morgens alleine um den See, der bei uns in der Nähe ist. Ich höre dabei über Kopfhörer Radio Hamburg, dessen Moderatoren in dieser Woche voller Enthusiasmus für unsere Lebensmittelgutschein-Aktion werben, ordentlich Spenden einsammeln und dabei Spender und Sozialarbeiter sowie Ehrenamtliche, die Gutscheine verteilen, zu Wort kommen lassen. Viele der sozialen Institutionen kenne ich seit Jahren, sie stellen häufig Anträge für ihre Klienten an unseren Abendblatt-Verein. Oft geht es dabei um Möbel, Kleidung, eine Waschmaschine oder einen Kühlschrank, mal um Medikamentenkosten oder um ein Fahrrad.

Doch jetzt geht es um sehr viel Existenzielleres: darum, nicht zu hungern. Viele Institutionen versorgen inzwischen Bedürftige aller Gesellschaftsschichten und gerade alleinerziehende Mütter und Familien mit geringem Einkommen, die noch nie staatliche Hilfe beansprucht haben, sind plötzlich auf unsere 25-Euro-Gutscheine angewiesen, weil ihr Geld für Fixkosten wie Miete, Strom und Kredite draufgegangen ist.

Es gehen täglich viele E-Mails der Vereine in der Redaktion ein, die davon berichten, und auch darüber, wie dankbar die Gutscheinempfänger sind. Viele können wieder Obst und Gemüse kaufen, denn das können die Tafeln derzeit nicht immer liefern. Gleichzeitig höre ich die Spender im Radio, die verstanden haben, wie wichtig diese Aktion für die Stadt ist, und so viel geben, wie sie können. Vielen Dank!