Kolumne

Inklusion bedeutet ein Möglich-Machen

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA

Die Integration von behinderten Menschen ist auf einem guten Weg, aber noch lange nicht erreicht. Denn es erfordert ein Neudenken

Inklusion bedeutet Einbeziehen, Respekt und Toleranz dem anderen gegenüber, das Recht auf selbstbestimmte Teilhabe, ohne aufgrund von Behinderung benachteiligt zu werden. Diese Idee vertritt die UN-Behindertenrechtskonvention von 2009. Leider ist das in Deutschland noch lange keine Wirklichkeit.

Allerdings ist Hamburg im Bereich der schulischen Teilhabe – mit all ihren Schwierigkeiten – vorbildlich. Hier in der Stadt gibt es zudem inklusive Theater, Sportvereine und Unternehmen, die bewusst Menschen mit Behinderung eine Arbeit geben – aber genauso solche, die lieber eine Ausgleichsabgabe an das Integrationsamt zahlen.

Inklusion am Arbeitsplatz erfordert oft ein komplettes Neudenken, ein Möglich-Machen. Wir hatten in unserem Ressort eine Praktikantin, die nur ihren Kopf bewegen konnte, ihre Assistentin schrieb ihre sehr guten Texte für sie auf.

Die Arbeit in der Redaktion war so für die junge Frau zu bewältigen, aber mehrfach scheiterte ihre Teilnahme an Terminen daran, dass die Gebäude nicht barrierefrei waren. Die fehlende Barrierefreiheit in der Stadt gehört leider noch immer zu den größten Hindernissen der Inklusion.