Kolumne

Thema Nachlass und Umzug offen mit den Eltern ansprechen

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible

Viele alte Menschen wollen in ihren gewohnten vier Wänden bleiben. Aber manchmal ist ein Umzug einfach notwendig.

Hamburg. Mein Vater ist Künstler, er malt und baut aus Schrott, Holz und anderen Materialien Skulpturen. Zudem sammelt er Kunstbücher und Bilder. So ist jede Ecke in Garage, Keller, im ganzen Haus gefüllt mit Kunst und Kulturgegenständen. Herrlich einerseits, weil es so von seiner Leidenschaft zeugt, aber andererseits graut es mir jetzt schon ein wenig davor, diese ganzen Dinge eines Tages zu sichten, zu sortieren und vieles davon wegzugeben. Dinge, die ein Leben widerspiegeln, aber für die ich keinen Platz habe.

Doch ich denke, dass das Thema Nachlass und ein möglicher Umzug in eine Seniorenanlage gerade bei älteren Menschen und ihren Kindern ein ganz wichtiges ist. Viele meiner Freunde erzählen mir, dass sie zunehmend mit der Pflege ihrer Eltern beschäftigt sind und dass diese fast alle in ihren gewohnten vier Wänden bleiben möchten, auch wenn das Haus oder die Wohnung nicht behindertengerecht ist.

Deswegen empfand ich das Buch von Ursula Ott als gute Anregung, das Thema Nachlass und Umzug auch mit meinen Eltern anzusprechen. Vielleicht bekomme ich meinen Vater dazu, schon ein paar Sachen selber auszusortieren.