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Der Lenz-Abend

„Deutschstunde“ erschien Anfang 2017 noch einmal in Lenz’ Stammverlag Hoffmann und Campe: als formschön in Leinen gebundenes Buch und Bestandteil der auf 25 Bände angelegten Werkausgabe. Um die kümmern sich die Siegfried Lenz Stiftung, Germanisten der Uni Göttingen und das Deutsche Literaturarchiv in Marbach. Ehre, wem Ehre gebührt, und: Es ist eigentlich immer die richtige Zeit, einen Roman von Siegfried Lenz zu lesen.

Und in diesem Jahr eben vielleicht wieder oder eben erstmals „Deutschstunde“, jenen Roman, den Lenz vor 50 Jahren veröffentlichte und der seitdem über viele Generationen hinweg Leser fand. Das Harbour Front Literaturfestival widmet der „Deutschstunde“ am 20. September zum runden Geburtstag einen Abend – die Autorinnen Dörte Hansen und Nora Bossong, der ehemalige Hoca-Verleger Günter Berg und die NDR-Literaturkritikerin Annemarie Stoltenberg erinnern sich an ihre Lenz-Lektüre, der Schauspieler Ulrich Matthes liest.

Weil Texte wie „Deutschstunde“ sich im Laufe der Zeit eine durchaus weihevolle Aura zuzulegen pflegen, will der Ort der Jubiläumsveranstaltung gut gewählt sein. Beim Harbour Front Festival hat sich die St.-Katharinen-Kirche längst als Veranstaltungsort bewährt, und der Lenz-Gedenkabend wird da ganz sicher sehr gut hinpassen. Beginn der Veranstaltung ist 20 Uhr, Tickets kosten 14 Euro, Kartentelefon 30 30 98 98.

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