Angebot

Ein Begegnungsort für Frauen jeden Alters

Flaks-Geschäftsführerin Elke Loh,, Sozialpädagogin Maria Kern und Dönay Acarbas,  Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses (von links) vor der Einrichtung in Altona

Flaks-Geschäftsführerin Elke Loh,, Sozialpädagogin Maria Kern und Dönay Acarbas, Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses (von links) vor der Einrichtung in Altona

Foto: Ann-Britt Petersen / ann-britt petersen

Das Flaks in Altona bietet Müttern, Arbeitslosen, Rentnerinnen und Migrantinnen Treffpunkte und Bildungskurse

Es ist ein Zentrum nur für Frauen mitten in Altona. Seit 2005 gibt es das Flaks – die Abkürzung steht für: Frauen, Lernen, Arbeit, Kontakt und Service. Das am Eingang des Alsenparks in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Saga-Hochhäusern liegende Zentrum wurde gegründet, „um den damals von Drogenhandel bedrohten Stadtteil rund um den Alsenpark etwas zu befrieden und den Frauen aus der Nachbarschaft niedrigschwellige Angebote zu machen“, sagt Geschäftsführerin Elke Loh. Vor allem jenen, die ansonsten schwer zu erreichen sind, wie Frauen mit Migrationshintergrund, junge Mütter, arbeitslose Frauen und Rentnerinnen.

So entstanden offene Treffs zum Frühstücken und Mittagessen oder das sehr beliebte Müttercafé. Aber auch Beratungen und Weiterbildungskurse bietet das Flaks an. „Bis zu 40 Besucherinnen kommen pro Tag“, sagt Elke Loh, die das Haus mit sieben Teilzeitangestellten und vielen Ehrenamtlichen, unter anderem aus dem Bundesfreiwilligendienst, leitet. Finanziert werden die Angebote projektabhängig aus verschiedenen Fördertöpfen. Seit das Haus 2008 auch vom Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus anerkennt ist, sind durch die damit verbundenen Mittel weitere Angebote möglich, wie etwa Ausflüge, Internet- und Nähkurse. „Im Netzwerk mit dem benachbarten Bürgertreff und dem Spielhaus machen wir Angebote, die die Generationen zusammenbringen. Ältere Frauen sollen etwa die Welt der Jüngeren kennenlernen und deren kulturelle Hintergründe“, sagt Dönay Arcabas, die die Angebote koordiniert. Und es funktioniert. Sie erlebt, wie sich 30- und 70-Jährige im PC-Treff austauschen, wie ältere Frauen den jüngeren von ihren Erfahrungen über das Muttersein berichten oder anbieten, auf deren Kinder aufzupassen.

Nur für einige Kurse sind geringfügige Kostenbeteiligungen nötig. Andere Angebote des Zentrums sind kostenfrei, wie etwa die Mütterberatung. „Wenn es zu Problemen in Erziehung, Schule oder Partnerschaft kommt, sind wir Ansprechpartner und vermitteln gegebenenfalls an andere Stellen weiter“, sagt Sozialpädagogin Marie Kern. Auch der neu eingerichtete Kurs „Grundbildung für Frauen“ ist kostenlos. Hier können deutsche Muttersprachlerinnen und sehr gut Deutsch sprechende Einwanderinnen ihre Lücken im Lesen, Schreiben und Rechnen schließen. Neue Teilnehmerinnen sind willkommen.

Alle Angebote werden nach dem Bedarf der Besucherinnen entwickelt. „Sie sollen hier alles finden, was sie dazu brauchen, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen“, sagt Elke Loh. Wer sich für die Arbeit des Flaks interessiert, kann jederzeit zu den Öffnungszeiten vorbeischauen. Oder geht zum Spielefest am 9.9., 14–18 Uhr, in den Alsenpark, dort ist es auch beteiligt.

Mo–Do, 10 –16 Uhr, Fr 10–14 Uhr, Alsen­str.33, T. 896 98 03, www.flaks-zentrum.de

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.