Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche Redakteurin

Sabine Tesche Redakteurin

Foto: Andreas Laible

Jeden kann eine schwere Krankheit treffen. Leider gibt es immer wieder Menschen, die in Not geraten, weil sie durch Raster fallen

Wir erleben es in der Redaktion „Von Mensch zu Mensch“ immer wieder, dass Männer und Frauen sich hilfesuchend an uns wenden, weil sie durch eine schwere Erkrankung in finanzielle Nöte geraten. Wie Nina Goldbeck und ihr Mann, die gut ausgebildet sind und ein gut situiertes, allerdings auf zwei Gehälter aufgebautes Leben geführt haben, bevor die junge Mutter eine Leukämie bekam, mit der sie seit drei Jahren kämpft (siehe Artikel). So etwas kann jeden treffen und auf einen derartigen Schicksalsschlag kann man sich nicht vorbereiten. Es ist schrecklich, wenn man neben der ­lebensbedrohlichen Krankheit dann auch noch Geldsorgen hat.

Eigentlich sollte gerade hier der Sozialstaat gut funktionieren – würde man meinen. Doch dazu muss man erst auf das Sozialhilfeniveau fallen. Und wer ein paar Euro darüber verdient und eine zu große und zu teure Wohnung hat, rutscht durch alle Raster. Wir hatten hier Fälle, bei denen schwer kranke Menschen ihre Wohnung zu verlieren drohten, weil sie Miete und Lebensunterhalt nicht mehr bezahlen konnten. Doch wie soll man bei der Wohnungsnot eine neue, günstige Bleibe finden? Wir helfen, so gut wir können, aber oft übersteigen diese Probleme leider auch unsere Möglichkeiten.

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