Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche Redakteurin

Foto: Andreas Laible

Sabine Tesche Redakteurin Foto: Andreas Laible

Das Projekt „Kultur im Koffer“ ist eine tolle Initiative sowohl für die vortragenden Senioren, als auch die Besuchten

Immer wieder berichte ich auf dieser Seite über Projekte, bei denen Senioren, die körperlich eingeschränkt sind, in ihrem Zuhause aufgesucht werden und damit deren Vereinsamung verhindert wird. Sei es unsere Bewegungsinitiative „Mach mit – bleib fit!“ gemeinsam mit dem Hamburger Sportbund oder diese tolle Aktion der evangelischen Kirchenkreise, die „Kultur im Koffer“ zu alten Menschen in die Wohnung oder Treffpunkte bringt. Was mir an dieser Initiative besonders gut gefällt, ist, dass sie überwiegend auch von älteren Ehrenamtlichen durchgeführt wird, die dadurch genauso mit Menschen in Kontakt kommen, sich intensiv mit einem Thema, das sie interessiert, beschäftigen und so auch Abwechslung in ihren Alltag bringen. „Kulturbotschafter“ zu sein passt zu den heutigen Ehrenamtlichen, die flexibel bleiben und nicht lange in ein Projekt eingebunden sein möchten.

Was die Aktion „Kultur im Koffer“ noch gut gebrauchen kann, sind interessierte Senioren, die sich einen Hausbesuch wünschen – dafür muss sich das Projekt herumsprechen. Ein Weg ist ein Artikel, aber ebenso könnten Sie Ihren Bekannten oder Nachbarn einen Vortrag vorschlagen. Und vielleicht kann man einen „Kultur im Koffer“-Besuch ja auch verschenken.

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