Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche Redakteurin

Sabine Tesche Redakteurin

Foto: Andreas Laible

Eine Selbsthilfegruppe kann helfen, mit ernsthaften Problemen und Krankheiten umgehen zu lernen. Denn dort gibt es ähnlich Betroffene

Immer wieder berichten wir auf der Mensch-Seite über Männer und Frauen, die über eine Selbsthilfegruppe einen Weg gefunden haben, mit ihrem besonderen Problem oder einer speziellen Krankheit umzugehen. Ich bin mir sicher, es hilft sehr, sich mit Menschen auszutauschen, die einen verstehen, vielleicht in einer ähnlichen Lebenssituation sind und die einander dadurch unterstützen können.

Das erlebe ich auch immer bei trauernden Menschen, die das Gefühl haben, ihr Umfeld nach einer gewissen Zeit mit ihren Gedanken zu sehr zu belasten, und ihre Traurigkeit deshalb für sich behalten und still leiden. In einer Selbsthilfegruppe mit anderen Trauernden können sie sich jedoch öffnen und ihren Gefühlen freien Lauf lassen.

Der Hamburger Verein Kiss bringt Menschen seit fast 40 Jahren zusammen, die Hilfe durch Selbsthilfe erfahren, neue Gruppen organisieren oder in bestehende einsteigen möchten. Derzeit gibt es rund 1300 dieser Selbsthilfegruppen in der Stadt und kaum einen Bereich – von Angststörungen bis Zeitlupensprechen – der nicht erfasst ist. Ich finde es sehr wichtig, immer wieder darüber zu berichten, um Menschen Mut zu machen, sich dort niedrigschwellig Unterstützung zu holen.