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Platz 19 Jan Delay: „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“

„Ist da mal wieder so ’ne Phase, wo gar nix läuft außer die Nase“, dann hat Jan Delay das Gegenmittel zu Sofa, Fernseher, Trainingshose: Auf „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“ entfesselt das Beginner-Drittel 2009 mit der Band Disko No. 1 eine dicke Ladung Disco, Funk und Soul für den nächsten „Abschussball“, für den nächsten „Rave Against The Machine“ oder für den nächsten Liebeskummer („Little Miss Anstrengend“). Der Vorgänger „Mercedes Dance“ (2006) war schon prima, der Nachfolger „Hammer & Michel“ (2014) leider eine Klaus-Lage-Hommage, aber diese Platte ist schlicht „Large“. Hier stimmt einfach alles, vom satten Groove bis zum Coverbild, das die Sternbrücke im Clubdreieck von Astra Stube, Waagenbau und Fundbureau zeigt.

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