Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: HA / A.Laible

Vele Hochaltrige haben kaum noch Austausch mit anderen. Deswegen sind Besuchsprogramme der Stadt und von Vereinen so wichtig

Immer wieder rufen in unserer Redaktion ältere Menschen an, die das Bedürfnis haben, mal wieder mit jemandem zu sprechen. Dafür sind wir natürlich auch da, doch es bekümmert mich, dass es anscheinend viele Hochaltrige gibt, die kaum noch Austausch und Begegnungen mit anderen haben. Das war einer der Gründe, warum wir vor vier Jahren die Bewegungsinitiative „Mach mit – bleib fit!“ gemeinsam mit dem Hamburger Sportbund gründeten, bei der Seniorentrainer in betreute Wohnanlagen kommen, um mit alten Menschen Gymnastik zu machen. Doch viele Senioren leben unbetreut und einsam in ihrer Wohnung und manche sind so unbeweglich, dass sie kaum noch auf die Straße gehen. Zum Glück gibt es Vereine und neuerdings auch das städtische Programm „Hamburger Hausbesuch“, die dem entgegenwirken möchten. Die Awo bietet seit sieben Jahren das Programm „Aktion Augen auf!“ an, bei dem sich Stadtteilkoordinatoren um alte Menschen mit geringem Einkommen und Gesundheitsproblemen kümmern, es gibt verschiedene Besuchsprogramme für Senioren (siehe Artikel), die eine Abwechslung im Alltag bieten. Wichtig sind aber auch Nachbarn, die die Augen offen halten und vielleicht sogar mal aushelfen können.