Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: HA / A.Laible

Ehemalige Drogensüchtige berichten in Schulen über ihre Erfahrungen mit Cannabis und härten Substanzen – das kommt bei Jugendlichen an

Es ist etwa ein Jahr her, als ich auf einer Veranstaltung des Vereins „Licht im Schatten“ war. Die engagierten Frauen des Vereins unterstützen seit 25 Jahren suchtkranke Jugendliche des Come in! (siehe Artikel), ermöglichen ihnen Rap- und Theaterworkshops.

Ein Höhepunkt des Events war der Auftritt des damals 18-jährigen Timm und seines Kumpels Pascal, Patienten des Therapiezentrums, die über ihr Leben als Drogensüchtige rappten. In ihren Songs haben sie so viel Reue für ihr bisheriges Leben und so viel Liebe für ihre Eltern beschrieben, dass ich und auch viele Besucher zu Tränen gerührt waren.

Schon damals hatte ich die Idee, dass diese Jungen in Schulen auftreten sollten, um andere Jugendliche vor den Gefahren von Cannabiskonsum und härteren Drogen zu warnen. Es ist meiner Meinung nach viel authentischer, wenn Betroffene selber über ihre Erlebnisse erzählen, als wenn nur Drogenberater Vorträge halten.

Anders als viele Politiker halte ich Cannabis für eine gefährliche Droge für Jugendliche. Die Auswirkung auf deren Gehirne in der Pubertät und die Gefahr von Psychosen durch den Cannabiskonsum werden leider viel zu wenig öffentlich und in den Schulen thematisiert.