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Wie kommt das Riesenrad zum Dom?

Am Freitag hat der Sommer-Dom begonnen. Vier Wochen lang geht es auf dem Heiligengeistfeld wieder rund. Und das buchstäblich, denn der Kick bei vielen Fahrgeschäften ist ja, dass sie sich ganz schnell drehen. Langsam dreht sich das Riesenrad, dafür kann man aus den Gondeln den schönsten Ausblick auf den Jahrmarkt und die Stadt genießen. Aber wie kommt solch ein großes Riesenrad eigentlich dorthin?

Es ist mit knapp 60 Metern Höhe eines der größten transportablen Riesenräder der Welt. Während das „London Eye“, mit 135 Metern das höchste in Europa, und das berühmte Riesenrad in Wien fest installiert sind, wird das Riesenrad vom Dom immer wieder auf- und abgebaut, auch an anderen Orten.

Es wiegt 450 Tonnen und braucht eine Grundfläche von 25 mal 27 Metern. Die Teile werden mit Lastwagen in 30 großen Containern gebracht. Der Aufbau dauert vier bis sechs Tage. Das Riesenrad ist so konstruiert, dass zwei der vier Stützbeine des Bocks, auf dem die Radnabe ruht, zugleich als Kran zum Aufrichten der Stützkonstruktion dienen können. Nach dem Aufrichten des Bocks werden zunächst abwechselnd die Felgen- und Speichenelemente verbaut, dann folgt der Einbau der Galgen und der 42 Gondeln für je zehn Personen. Hierzu stehen neben der Hydraulik der Stützbeine zwei Laufkatzen mit Hydraulikkränen und ein Autokran zur Verfügung.

Im Rad ist eine elektronisch gesteuerte Lichtanlage mit 250.000 LEDs installiert. Sie machen dieses Fahrgeschäft zu einem weithin sichtbaren Highlight des Doms.