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Wie kommt der Sand an den Strand?

Wenn wir in den Ferien an die Küste oder auf eine Insel fahren, wollen wir vor allem drei Dinge: Sonne, Meer und – Strand. Auf die Sonne müssen wir leider manchmal verzichten, aber Meer und Strand sind immer da. An manchen Küsten ist der Strand sehr steinig. Da mag man sich nicht hinlegen und sonnen, und Sandburgen bauen geht schon mal gar nicht. Aber an der Nordsee, in St. Peter-Ording oder auf Amrum und Sylt finden wir Traumstrände mit gelbem Sand.

Aber wer hat den dorthin geschaufelt?

Natürlich die Natur! Der Sandstrand ist nämlich keine große weiche Masse, wie es auf den ersten Blick scheint. Es sind Abermilliarden klitzekleine Steinchen. Die kommen ursprünglich meist aus den Bergen: Dort fallen ständig Gesteinsbrocken runter, zerbrechen in kleinere Stücke, die irgendwann in einem Fluss landen. Das Wasser schleift sie ab und rund, transportiert sie ins Meer, dessen Wellen sie noch kleiner reiben. Das alles geschieht in Tausenden oder sogar Millionen von Jahren. Ob ein Strand grob- oder feinkörniger ist, hängt von der Neigung des Meeresbodens vor der Küste ab. Je steiler er ist, desto grober die Steine auf dem Strand – und umgekehrt. Darüber, welche Farbe der Strand hat, entscheidet die Art des Gesteins. An Nord- und Ostsee ist es überwiegend Quarzgestein, deshalb gelblich. Der weiße "Sand" auf den Malediven besteht in Wahrheit aus zerkleinerten Korallen und Muscheln. Und die Strände der Kanarischen Inseln sind deshalb schwarz, weil sie aus Vulkangestein entstanden sind.

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