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Was hat der Hase mit Ostern zu tun?

Das ist, ehrlich gesagt, eine ganz schwierige Frage. Seit Generationen ist es für Kinder selbstverständlich, dass der Osterhase die Ostereier färbt und dann im Garten oder im Haus versteckt. Am Ostersonntag gehen sie dann auf die Suche nach den Nestern, woran meistens die ganze Familie Spaß hat.

Aber warum heute Kinder an den Osterhasen glauben, darüber gibt es nur Vermutungen. Früher war es nämlich gar nicht überall der Hase. In manchen Landesteilen brachte der Kuckuck die Ostereier, in anderen der Storch, in Westfalen war es der Osterfuchs und in Schleswig-Holstein der Hahn.

Eine Erklärung ist diese: Ursprünglich galt das Lamm als Ostersymbol, es war ja auch schon in alten biblischen Zeiten das wichtigste Opfertier. Nach alter Tradition wurden und werden auch heute noch Osterbrote und -kuchen in Lämmerform gebacken. Einmal aber soll sich ein gebackenes Brotlamm im Ofen derart verformt haben, dass es einem Hasen ähnelte. Aber wer weiß, ob das stimmt.

Sicher ist, dass die Hasen zu den Tieren gehören, die als Erste im Frühjahr Junge bekommen. Damit wurden sie nicht nur zu einem Symbol für Fruchtbarkeit, sondern auch für die Auferstehung. Denn was feiern wir Ostern? Genau, die Auferstehung von Jesus Christus, der drei Tage zuvor, am Karfreitag, am Kreuz gestorben ist. So lehrt es der christliche Glaube. Im Byzantinischen Reich, das vor mehr als 1600 Jahren existierte, war der Hase sogar ein Symbol für Christus selbst.

Was auch für den Hasen spricht, ist, dass er vorzeiten im Frühjahr in die Dörfer und Gärten kam. Er suchte Futter, aber die Menschen glaubten, dass er die Eier bringt. Und dass eine Henne keine bunten Eier legen kann, weiß ja auch jedes Kind ...