Von Mensch zu Mensch

„Danke für Ihre große Anteilnahme“

Margret Korte wird palliativ betreut, der Krebs ist weit fortgeschritten. Sie genießt jeden Tag mit ihren Kindern

Margret Korte wird palliativ betreut, der Krebs ist weit fortgeschritten. Sie genießt jeden Tag mit ihren Kindern

Foto: Michael Rauhe

Die sterbenskranke Margret Korte und ihre Kinder sind sehr glücklich über die großzügige Hilfe der Abendblatt-Leser

Am 29./30. Oktober berichteten wir auf dieser Seite über die sterbenskranke Margret Korte (Name verändert) und ihre Kinder, die zurückbleiben werden. Wir riefen für diese Familie in Not zu Spenden auf. Hier lesen Sie den Dankesbrief von Frau Korte an die Redaktion:

Liebes „Von Mensch zu Mensch“-Team, liebe Spenderinnen und Spender,

lange habe ich überlegt, wie Dankbarkeit in Worte zu fassen ist. Das Wort „Danke“ erscheint mir zu klein, zu wenig, um auszudrücken, was meine Kinder und ich zurzeit erfahren dürfen. Wir sind tatsächlich sprachlos über so viel Anteilnahme und Großzügigkeit. Nie hätte ich geglaubt, dass unser Schicksal so viele Menschen so sehr berührt, und dafür bin ich dankbar. Die Reaktionen sind unglaublich für uns.

Meine Tochter sagte vor Kurzem: „Mama, das kann nicht wahr sein. Zwei Jahre haben wir uns verlassen gefühlt mit all den traurigen Dingen, die uns passiert sind, und auf einmal sind da Menschen, die Fremde sind, und die tun so viel Gutes für uns.“

Eins ist sicher: In den vergangenen zwei Jahren seit meiner Diagnose bis hin zum Befund „unheilbar krank“ sind bei uns nicht so viele Tränen geflossen wie in den vergangenen drei Wochen, in denen uns Frau Tesche immer wieder anrief und von der unglaublich großen Anteilnahme berichtete.

Mein größter Wunsch ist es, mit meinen Kindern noch einmal Weihnachten zu erleben, und ich hatte mir schon viele Sorgen gemacht, weil es sicher das letzte Mal sein wird, und das soll doch besonders schön werden. Wobei mein jüngerer Sohn vor Kurzem sagte, er habe nur einen Wunsch: mich zu behalten.

Nun sind die Sorgen um das kommende Weihnachtsfest wie weggeblasen und ich hoffe, mein Krebs spielt mit und schenkt mir die Zeit bis dahin. Gerade auch in dieser Jahreszeit macht es einfach ein ganz warmes Herz zu wissen, wir sind nicht allein, viele Menschen sind in Gedanken bei uns und erleichtern uns die letzte gemeinsame Zeit.

Wir wünschen Ihnen allen eine schöne Adventszeit, ein besinnliches Weihnachten und vor allem ein gesundes Leben.

Danke für alles, für die guten Worte, danke für das Auto (ein Leser hat spontan seinen gebrauchten Fiat verschenkt, Anm. der Red.), danke für die Geldspenden. Das alles hilft, die Sorgen zu vergessen, das Leben mit dem Krebs ein wenig leichter zu ertragen.

Wie gesagt das Wort Danke ist viel zu klein, um alles auszudrücken, was wir zurzeit empfinden.

Ihre Familie Korte